Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ)
  
Rückblick GGZ 2008

Sehr geehrte Mitglieder, Gönnerinnen und Gönner der GGZ
  
Das 125 Jahr-Jubiläum der GGZ prägte schon das Jahr 2008. Die GGZ arbeitete tatkräftig an den Jubiläumszielen. Wir bildeten dafür eine Kommission, die die Feierlichkeiten plant und koordiniert. Für die Gewinnung von Sponsoren zur Finanzierung der Jubiläumsaktivitäten sowie für die Äufnung des «Fonds 125» leistete die Donatorenkommission grossen Effort. Allen, die uns bereits im 2008 eine Jubiläumsspende zukommen liessen, gehört ein grosses Dankeschön.
  
Die GGZ ist ein Verein, der möglichst breit in der Zuger Bevölkerung abgestützt sein möchte. Wir sind auf zahlreiche Gönnerinnen und Gönner angewiesen, die uns langfristig die Treue halten sowie auf neue Spender, damit die Finanzierung unserer Werke auch in Zukunft gesichert bleibt. Wir danken herzlich für die Unterstützung im Jahre 2008, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allen ehrenamtlich Tätigen in der GGZ und den kantonalen und kommunalen Behörden. Besonders möchten wir auch Ihnen, liebe Mitglieder, Freunde und Gönner für ihre finanzielle Unterstützung vielmals danken.
  
Viele Zugerinnen und Zuger konnten von den Dienstleistungen und Angeboten der GGZ profitieren. In den 14 verschiedenen Institutionen waren Ende 2008 insgesamt 293 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, 212 allein in der Klinik Adelheid AG. Die Gesamtleitung dieser Werke liegt zu einem wesentlichen Teil bei ehrenamtlich Tätigen. Mehr als 50 Freiwillige setzen ihre vielseitige Berufserfahrung und ihr wertvolles Fachwissen unentgeltlich für die GGZ ein.
  
An unserer Generalversammlung vom 4. Juni 2008 im GGZ@Work – Bauteilladen traten zwei Vorstandsmitglieder Andrea Erni und Ursula Issler nach 7-jährigem Engagement zurück. Andrea Erni betreute zwei Mandate innerhalb der GGZ, eines für den Verein Therapeutische Gemeinschaft VTG Sennhütte und eines für die Freizeitanlage Loreto/Volkshochschule Zug. Vorbildlich war ihr Einsatz während 4 Jahren als Präsidentin des VTG Sennhütte. Ursula Issler engagierte sich als Präsidentin der Lungenliga Zug. Während ihrer Amtszeit hat sie die Reorganisation der Lungenliga Zug und die Zusammenführung mit der Lungenliga Luzern erfolgreich gemeistert.
  
Peter Hodel wurde neu in den GGZ Vorstand gewählt, nachdem er bereits im Mai 2008 in den Verwaltungsrat der Klinik Adelheid AG gewählt worden war. Theres Arnet, Irène Castell, Gabriela Grimm und Walter Weber wurden als GGZ Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt.
  
Am 28. Januar 2008 folgte der ganze Stadtrat von Zug der Einladung der GGZ zu einem Informations- und Gedankenaustausch im «GGZ@Work – Bauteilladen». Wir freuten uns sehr, als viele Mitglieder des Grossen Gemeinderates der Stadt Zug am 28. Oktober 2008 dieses Projekt für erwerbslose Menschen ebenfalls besuchten.
  
Der Stadtrat trat 2008 mit dem Wunsch an die GGZ heran, die Trägerschaft des Podiums 41 zu übernehmen. Am 11. Dezember 2008 bejahte der GGZ Vorstand diese Übernahme, nachdem das Stadtparlament dem Antrag des Stadtrates zugestimmt hatte. Die GGZ übernimmt damit ein weiteres aktuelles Engagement im Sozialbereich, indem sie ein Restaurant führt, das auch ein Treffpunkt für Menschen am Rande der Gesellschaft sein will.
  
Ein kurzer Blick auf das Jahr 2008 in den GGZ Institutionen:
  
Die Klinik Adelheid AG hatte wiederum eine ausgezeichnete Auslastung von 95,0%. Der aus strategischen Gründen notwendige Erweiterungsbau wurde erfolgreich in Betrieb genommen. Jetzt hat die Klinik ein eigenes grosszügiges Zentrum für die Medizinische Trainingstherapie und eine neue Infrastruktur für die Tagesrehabilitation. Wegen der grossen Nachfrage wurden auch drei zusätzliche Privatzimmer und mehr Parkplätze geschaffen.
  
Die «sennhütte – Fachinstitution für Suchttherapie», verzeichnete im Jahr 2008 eine Belegung von 98,4% bei einer sehr niedrigen Abbruchquote. Dies ist die beste Belegung seit Bestehen der Institution. Die Nachfrage nach einem Therapieplatz ist wegen des fachlich gut fundierten Konzeptes, insbesondere für Kokainabhängige, nach wie vor sehr gross.
  
Die Waldschule Horbach hat neu neben den Primarschülern auch vier Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten der Sekundarstufe 1 mit Erfolg gefördert. Im Auftrag des Kantons arbeitete sie tatkräftig am Aufbau einer Sekundarstufe 1 für solche Schüler an einem neuen Standort.
  
Die Freizeitanlage Loreto/Volkshochschule Zug lockte mit ihren Kursen und ihren Werkstätten wiederum viele Zugerinnen und Zuger an und leistete auch mit ihrem Kursangebot für Erwachsene mit einer geistigen Behinderung einen wichtigen Beitrag zur Integration dieser Menschen.
  
Im Rahmen der GGZ Jugendprojekte nahmen 846 Kinder mit Begeisterung während der Sommerferien am GGZ Ferienpass teil und konnten von 406 vielfältigen Freizeitange-boten profitieren.
  
Die 7 verschiedenen GGZ Arbeitsprojekte heissen neu GGZ@Work. Dieser Namens-wechsel dokumentiert die dynamische Weiterentwicklung dieses Arbeits-, Beratungs- und Vermittlungsangebotes für erwerbslose Menschen.
  
Drei GGZ@Work-Institutionen: das Gastschiff Yellow, die Werkstatt in Steinhausen und der Büroservice in Zug feierten das 10-Jahre-Jubiläum.
  
Am 26. November 2008 besuchten rund 180 Personen die Vernissage des Zuger Neujahrsblattes (ZNB) 2009. Diese Vernissage war zugleich der Auftakt zu unserm Jubiläumsjahr, widmet sich doch dieses ZNB der 125-jährigen Geschichte der GGZ und der Freiwilligenarbeit von heute.
  
Die GGZ hat sich auch mit der Wirtschaftskrise auseinandergesetzt. Sie will rechtzeitig Massnahmen ergreifen, um neue soziale Probleme mildern zu können.
  
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie mit einem Jubiläumsmitgliederbeitrag von Fr. 125.– Ihre Solidarität mit der GGZ bekunden könnten. Herzlichen Dank!
  
Monika Gisler Locher
Präsidentin
(Aus dem Jahrebericht 2008)
    

  
  Bericht und Rechnung 2008 (PDF, 4.6 MB)
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