Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ)
  
   
  

Vernissage Zuger Neujahrsblatt 2010
  
Zug und die weite Welt


   Zug, Mittwoch, 18. November 2009        Bild 1 von 15
    
 B l ä t t e r n                        Bild Nr.    

Der Empfang der Gäste kann starten, geleitet von Susi Glarner (mit violettem Schal), Assistentin der Geschäftsleitung der GGZ
  
Das alljährlich erscheinende Zuger Neujahrsblatt ist das Buch mit der grössten Abonnentenzahl. «Zug. Nah – Fern» lautet der Titel der aktuellen Ausgabe, die heute präsentiert wird. Passend zur Thematik findet die Vernissage in einer international vernetzten Firma mit Sitz in Zug statt: Asset Management Partners AG, an der Stadtgrenze zwischen Zug und Baar. Gastgeber, Kurt Kohler, Chief Executive Officer, kann eine zahlreich erscheinende Fangemeinde des ZNB (Zuger Neujahrsblatt) empfangen, wenn auch die beiden vordersten Sitzreihen fast leer bleiben. «Wie in der Kirche …» bemerkt dazu Irène Castell-Bachmann, Präsidentin der Neujahrsblattkommission, die am Rednerpult die abendliche Veranstaltung eröffnet.
  
Rolf Moser, geboren 1960 in Zug, ist der Fotograf des Portfolios der Ausgabe 2010, in dem sich seine immense berufliche Reisetätigkeit widerspiegelt. Heute lebt er in Delft-South bei Kapstadt. In Südafrika, das immer noch mit den Auswirkungen der Apartheid leben muss, gründete er 1996 das Hilfswerk Uxolo Network, um die benachteiligte Schwarze Bevölkerung in den Townships zu unterstützen. Da er an diesem Abend nicht selbst in Zug anwesend sein kann, wird er für ein kurzes Interview mit der Redaktorin des ZNB, Paula Marty, telefonisch zugeschaltet.
  
Das ZNB stellt auch immer wieder literarische Kostbarkeiten vor. Dieses Mal ist es der in Zug aufgewachsene Schriftsteller und Theaterregisseur Christoph Braendle. Für zwei Lesungen setzt er sich in den Fauteuil neben der Projektionsleinwand. «Wo ist der Rest der Stadt?» meint Neukomm, der eigentlich passionierte Stubenhocker, der dennoch die ganze Welt bereist. Beim Spaziergang in Zugs Alpenstrasse und am Alpenquai, erzählt er (in der Erzählung) von seinen ausgedehnten Reisen. Unter anderem weilte er auch oft in Wien, Neukomms neuer Lebensmittelpunkt, eine Art Basislager.
  
Die Könige von Frankreich hatten, wie auch andere europäische Fürsten, zu ihrem Schutz eine Schweizergarde. Das Söldner-Geschäft begünstigte manchen Familien in der Innerschweiz einen kometenhaften Aufstieg. Um 1639 erwarben die Zurlaubens Portraits der letzten Könige aus dem Hause Valois, von Karl VIII. bis Franz II. (der letzte war Heinrich III., danach herrschten die Bourbonen, von Heinrich IV. bis Louis-Philippe, in der Revolution von 1848 vertrieben). Lesen Sie dazu den Artikel von Nathalie Büsser.
  
Allerlei Zugerischem, nah und fern, sind weitere Seiten gewidmet: von der Geschichte der Archäologie im Kanton Zug von Stefan Hochuli (Vorsteher des kantonalen Amtes für Denkmalpflege und Archäologie), über das Thema «Nachbarschaften» des Zuger Stadtarchivars Christian Raschle, bis zum internationalen Gebrauch des E-Mails von Beat Hochuli in Malaysia, – er verbrachte als Jugendlicher zwölf Jahre in Zug. Auch Immigranten der anderen Art werden besprochen, Pflanzen und Tiere. Unter ihnen befindet sich auch die Sorgen bereitende Pflanze «Ambrosia», ein Korbblütler, deren Pollen äusserst aggressiv auf die Atmungsschleimhäute wirken. Und wussten Sie schon, dass der weisse Schwan ein alter Einwanderer ist? – Auch die Zuger Auswanderer werden nicht vergessen. Da ist zum Beispiel der Bauer Martin Moos der an der Ostsee Mecklenburgs Holsteiner züchtet.
  
Text und Bilder: Werner T. Huber, Rotkreuz

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Gastgeber: Asset Management Partners AG
  
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