Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ)
  
   Gemeinsinn
  
Das Zuger Neujahrsblatt 2009
Herausgegeben von der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug
  
Am Mittwochabend, 26. November 2008, fand im grossen Saal des Theaters Casino am Zugersee die Vernissage für das Zuger Neujahrsblatt 2009 statt. Es steht im Zeichen des 125-Jahr-Jubiläums der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ). Unter dem Titel «Gemeinsinn» zeigt es das weitgespannte Wirken der GGZ, des grössten privat organisierten Zuger Sozialwerks, beleuchtet ihre Anfänge und fragt nach der Bedeutung des freiwilligen Engagements heute. Wo und warum engagieren sich Zugerinnen und Zuger im 3. Jahrtausend – in der Kultur, für die Landschaft, für die Ärmsten irgendwo in der Welt.
  
«Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!» Diese Worte des Dichters Johann Wolfgang von Goethe beflügelten zweifellos die Gründer der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug am 29. September 1884 im Gasthaus Adler in Allenwinden. Die Gründungsmitglieder der jungen Institution waren nur wenige, dafür aber sehr einflussreiche Männer aus der gesellschaftlichen Elite – Ärzte, Geistliche, Beamte, Politiker und Fabrikanten. Die beiden ersten Präsidenten waren:
  
Alois Staub, 1884–1904, Pfarrer in Unterägeri: Ihm lag vor allem die gute Schulbildung am Herzen, darin konnte er sich als Reformer profilieren.
Josef Hürlimann, 1904–1909 , Dr. med., Arzt in Unterägeri: Sein grosses Anliegen war stets das Gesundheitswesen, wo er sich unermüdlich für visionäre Projekte engagierte.
  
Die neue Ausgabe des Zuger Neujahrsblattes geht aber im Dossier II auch über die GGZ hinaus auf das Thema «Freiwilligkeit, Partizipation, Integration» ein: «Freiwilliges Engagement kann nicht verordnet werden. Es ist abhängig von persönlicher Motivation, Handlungsbereitschaft und Selbstinitiative Einzelner. Freiwilligenarbeit ist daher kostbar wie der Gemeinsinn, von dem sie nicht zu trennen ist. Ohne Freiwillige und ehrenamtlich Tätige gäbe es eine Vielzahl von Aktivitäten nicht, die für das Funktionieren der Gesellschaft unverzichtbar sind. Wie und wo sich heute Menschen engagieren, sagt etwas aus über ihre Befindlichkeit und die Gesellschaft, in der sie leben.» Die Freiwilligen in Uniform sind die Leute von der Feuerwehr. Alle Gemeinden im Kanton Zug kennen die Freiwillige Feuerwehr; im aktuellen Neujahrsblatt werden alle ihre Mitglieder aufgelistet. – Viele Arbeitstunden leisten immer wieder Freiwillige in der Pflege von Wanderwegen und Bächen in Wäldern.

  
Inhaltsverzeichnis des ZNB 2009 (alphabetisch nach Autoren):
   

Autor Titel Seite
  Anhang: Protokoll des Beschlusses Gründung GGZ vom 26. August 1884 und der 1. Versammlung vom 19. September 1884 136–37
  Gemeinsinn I 125 Jahre GGZ 15
  Gemeinsinn II Freiwilligkeit, Partizipation, Integration 67
Antonsen-Michel, Barbara Zwischenruf aus dem Tierreich – Gibt es das uneigennützige Tier? 94–99
Bättig, Lea Reich Instrumentierte Begabungsförderung. Breit angelegtes Projekt der Primarschule Oberägeri. «Die fünf Sinne» Ein stufenübergreifendes Schulhausprojekt 130–133
Brennecke, Martina Die soziale Dimension der Landschaft 100–101
Burger, Olivier Urform des freiwilligen Engagements: Die Feuerwehr – eine Hommage

86–93

Castell-Bachmann, Irène Editorial 5
Gisler-Locher, Monika Die GGZ. Wirkt. Seit 125 Jahren. Feiern Sie mit uns den 125. Geburtstag der GGZ! 134–135
Glauser, Thomas Der Lauf der Dinge – 125 Jahre GGZ 37–50
Gysel, Barbara Freiwilligenarbeit – eine gesellschaftliche Errungenschaft 68–71
Huber-Hotz, Annemarie von «Glückseligkeit», «unnachlässlicher Menschenpflicht» und «unveräusserlichen Menschenrechten». [Grusswort der Präsidentin der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft] 11–14
Kühn, Hansruedi Er redete nicht viel. Er sprach. Eine Annäherung an Paul Stadlin 56–57
Luginbühl, Toni Bemerkenswertes: 200 Jahre Theater und Musikgesellschaft in fünf Akten 128–129
Marty, Paula Sieben Zugerinnen und Zuger engagieren sich in der Welt: Ruedi Leuppi Stiftung, Verein newTree, Verein Morning Light, Stiftung Hope, Stiftung St. Martin, Kinderheim Las Granjas, Verein zur Unterstützung des Hospitals in Da Nang 115–122
Michel, Matthias Von der Privatinitiative zur Public Private Partnership 58–60
Morosoli, Renato «Harmonie der Gesinnungen» Pfarrer Alois Staub und Dr. Josef Hürlimann Die beiden ersten Präsidenten der GGZ 51–55
Nissen, Peter / Bisig, Robert Bemerkenswertes: Historische Züglete des Kantonsspitals von Zug nach Baar 124–127
Peikert, Reiner Kultur – Die Kunst des Zusammenlebens 82–85
Scheidegger, Ueli Im Gleichschritt mit den sozialen Bedürfnissen der Zeit 16–20
Schenkel, Ronald Mehr als nur Arbeitsplätze [Vorreiterrolle der Landis & Gyr, Andreas C. Brunner Unternehmerpersönlichkeit mit politischer Vision, Trumpf Maschinen AG Unternehmenskultur mit deutschen Wurzeln] 61–66
Schwarze, Martin / Bochsler, Bea Gemeinschaftsprojekt Landschaft – das Beispiel Cham 104–109
Seiler, Charles Portfolios 21–36
Sieber, Hugo / Omlin Sibylle Für eine Wiederaneignung des öffentlichen Raumes. Ein Plädoyer 110–114
Winiger, Eliane / Piazza, Katrin Wir Freiwilligen: Ursula Hausherr, Nadine Züsli, Hubert Weber, Andreas Landtwing, Margrith Regli, Marco Schneider, Anu Sivaganesan, Zita Schlumpf 72–81
  
Das ZNB erscheint jährlich. Es gibt jeweils einen faszinierenden Einblick in das kulturelle, historische, wirtschaftliche und technische Leben des Kantons Zug. Im Geist der Aufklärung des 18. Jahrhunderts von Karl Kaspar Kolin gegründet, wird es seit 1892 von der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug herausgegeben. Texte und Bilder im «Zuger Neujahrsblatt» orientieren sich nicht an der Tagesaktualität, sondern nehmen zeitlose Themen auf – und sind auf diese Weise zeitgemäss, ohne den Schlagzeilen oder dem sich schnell wandelnden Zeitgeist hinterher zu rennen. Die Beiträge regen an: zum Weiterdenken, zum Diskutieren, zum Umsetzen.
  
Spiegelbild der Region
Das «Zuger Neujahrsblatt 2009» kostet CHF 39.– und ist im Buchhandel erhältlich
oder bei der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug, Baarerstrasse 110a, 6302 Zug, Telefon 041 769 77 11, sowie online:
  
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