Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ)
  
123. Generalversammlung der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ)
  
Gemeinsam gemeinnützig
  
Die 123. GV der GGZ fand am Mittwochabend, 4. Juni 2008, in den Arbeitsräumen der Institution GGZ@Work Bauteilladen statt. Die Räume an der Chollerstrasse sind von der Firma Weber-Vonesch gemietet. Um 19.00 Uhr erföffnete die Präsidentin der GGZ, Monika Gisler-Locher, die Vereinsversammlung (wie die korrekte Bezeichnung gemäss den neuen Statuten heisst) mit einem Rückblick in Anlehnung an den Jahresbericht 2007:
  
Sehr geehrte Mitglieder, Freundinnen und Freunde der GGZ
  
Gemeinsam gemeinnützig dies sind die wichtigsten Worte im GGZ Jahresbericht 2007. Darum stelle ich heute die Menschen in der GGZ in den Mittelpunkt.
  
Menschen, die gemeinsam Lösungen suchen, wie die Mitarbeiterinnen der Therapiestation Sennhütte, die zusammen einen Weg aufzeigen, wie sie einen Bewohner der Sennhütte in ein selbstbestimmtes Leben führen können, weg von einem durch die Drogen bestimmten Leben.
  
Menschen, die kreativ tätig sind: Ein Kind, man sieht im Jahresbericht nur seine Hand, beim Bemalen einer Keramiktasse in der Freizeitanlage Loreto … und was wollte dieses Kind auf die Tasse mit chinesischen Schriftzeichen malen? Das Wort «Liebe».
  
Junge Menschen, die sehr viel Zuwendung, besondere Schulung, mehr Betreuung und Therapie brauchen: Die Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten in der Waldschule Horbach (WHS). Und die WSH will auch ohne die Leistungen der IV, die seit 2008 wegfallen, weiter bestehen können. Die Nachfrage nach einem Schul- und lnternatsplatz in der WSH ist sehr gross. Wir sind auf dem Weg, zusammen mit dem Kanton eine tragfähige Lösung für die GGZ zu finden.
  
Menschen im Gespräch: Ein Arzt in der Klinik Adelheid spricht mit einer Patientin. Der Dialog ist ganz wesentlich für eine erfolgreiche Rehabilitation in der Klinik. Der Dialog zwischen Patientin und Arzt, der Dialog zwischen Patientin und Pflegefachfrau, der Dialog zwischen Patientin und Therapeut, der interdisziplinäre Dialog = Reha-Rapport. Und auch sehr wichtig: der Dialog mit den Angehörigen.
  
Menschen, die wichtige strategische Entscheide fällen: Das Jahr 2007 in der Klink Adelheid AG stand im Zeichen einer intensiven Strategieüberprüfung. Diese Strategieresultate fasse ich wie folgt zusammen:
  
Konsequente Fokussierung auf drei Kernkompetenzen:
- Muskuloskelettale, neurologische und internistisch-postoperative Rehabilitation.
- Engere Zusammenarbeit mit den Spitälern
- Aufbau einer Tagesrehabilitation
  
Menschen, die sich mit grossem Einsatz für erwerbslose Menschen einsetzen: Das sind die Mitarbeiter/innen und die Freiwilligen von GGZ@Work. Im Jahre 2007 hiessen sie noch GGZ Arbeitsprojekte. Seit letzter Woche heissen sie GGZ@Work. Und wir sind ja heute zu Gast im Bauteilladen von GGZ@Work.
  
Menschen, die einen wichtigen kulturellen Beitrag leisten: Die Kommission des ZNB, die Autorinnen und Autoren des ZNB und der Redaktor, jetzt neu eine Redaktorin. Sie alle ermöglichen, dass sich die lange Erfolgsgeschichte des ZNB fortsetzt. Und jedes Jahr im November erscheint so ein neues kulturelles und historisches Jahrbuch über ein Thema des Kantons Zug und begeistert eine immer breitere Leserschaft.
  
Menschen die feiern: Die Mitarbeiter/innen am Personalanlass vom November 2007. Alle 10 Jahre treffen sich die MA aller GGZ Werke zu einem gemeinsamen Fest. Es ist ein Zeichen des Dankes an alle MA für ihren grossen Einsatz.
  
Menschen, die spenden: Wie beispielsweise das neue Kühlfahrzeug für die Gratis-Lebensmittelabgabe an minderbemittelte Menschen fährt nur dank einer Spende des Lyons Clubs Zug. Dank diesem Fahrzeug können verderbliche Lebensmittel vom Grossisten zu den Bedürftigen kommen. Es ist dies eine Dienstleistung von GGZ@Work-Recycling in Baar. Rund 70 Personen, die von Armut betroffen sind, nutzen jede Woche dieses Angebot.
  
Kinder, die vom Ferienpass schwärmen: 859 Kinder aus allen Zuger Gemeinden nahmen in den Sommerferien 2007 am GGZ Ferienpass teil.

Menschen, die Freiwilligenarbeit leisten: In der GGZ arbeiten mehr als 50 Freiwillige im Vorstand und in den vielen Kommissionen. Diese Freiwilligen leisten pro Jahr einen Beitrag von rund einer halben Million Franken an das Geschäftsergebnis der GGZ.

Ein Mensch, der Grosses für die GGZ geleistet hat: Ich denke an unsern im Februar 2008 verstorbenen ehemaligen Präsidenten der GGZ, Dr. Paul Stadlin. Er war zwischen 1961 und 1991 im Vorstand der GGZ, die letzten 9 Jahre davon als deren Präsident. Er hat tiefe Spuren seines Wirkens in der GGZ hinterlassen.
  
Menschen, die sich über ihr erreichtes Ziel freuen: Die GGZ freut sich über die erfolgreiche Zusammenlegung der Lungenliga Zug mit der Lungenliga Luzern, neu Lungenliga Luzern-Zug. Die GGZ trennte sich also von einer Institution, mit deren Geschichte sie seit langem verknüpft ist. Die Geschichte der Lungenliga begann 1912 mit der Frauenliga, die sich für die Bekämpfung der Tuberkulose einsetzte. – In Klammer: Diese schlimme Volkskrankheit von damals bewegte ja auch Adelheid Page 1912 zum Bau des Sanatoriums Adelheid – heute unsere Rehabilitationsklinik. Zurück zum Zusammenschluss der Lungenliga Zug mit der Lungenliga Luzern. Warum wurden die beiden Lungenligen zusammengeschlossen? Weil dieser Weg für den kleinen Einzugsbereich des Kantons Zug der einzig richtige war, um die Lungenliga weiterhin professionell und wirtschaftlich führen zu können. Die GGZ hat sicher gestellt, dass weiterhin eine Beratungsstelle in Zug geführt wird und die GGZ hat Ursula Issler, Kinderärztin und Peter Dür, Lungenspezialist, als Vorstandsmitglieder in die neue Lungenliga Luzern-Zug delegiert. Dieser Schritt beweist, dass sich die GGZ auch von einem Werk trennt, wenn die Führung dieses Werkes durch die GGZ nicht mehr sinnvoll ist.
  
Menschen, die in die Zukunft blicken: Die GGZ feiert im 2009 ihr 125 jähriges Jubiläum. Wir möchten unsere 14 Werke in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Soziales, Jugend und Kultur erfolgreich in die Zukunft führen. Und es ist unser Ziel, dass die GGZ auch in Zukunft sich neuen aufdrängenden Aufgaben stellt. Seien es soziale, gesundheits-, bildungs- oder kulturpolitische Aufgaben!
  
Wozu will die GGZ das Jubiläum nutzen?
  
• den Bekanntheitsgrad und das Wissen um ihre Aktivitäten in der breiten Öffentlichkeit und namentlich bei einer jüngeren Generation zu steigern und so neue Mitglieder zu gewinnen.
  
• analog dem Jubiläumsfonds «100 Jahre GGZ» einen «Fonds 125» mit dem Kapitalziel 1.6 Mio. CHF zu äufnen, um die Deckung der alljährlich entstehenden Betriebsdefizite zu sichern.  
  
• den einst traditionellen, in den letzten Jahren etwas verloren gegangenen Verbund mit der Zuger Wirtschaft und den Opinion-Leaders der Region wieder herzustellen.
  
Ich möchte Ihnen allen herzlich danken, den Mitgliedern, den Mitarbeiter/innen, den freiwillig Tätigen, den Behörden und den Gönnerinnen und Gönnern. Sie alle haben zu den beachtlichen Resultaten der GGZ im Jahr 2007 beigetragen. Und ich bin überzeugt, dass Sie uns helfen, die grossen Ziele im Jubiläumsjahr zu erreichen.
  
Monika Gisler-Locher, Präsidentin GGZ
  
In den weiteren Traktanden wurden zwei Vorstandsmitglieder verabschiedet und ein Mitglied neu gewählt. Für die zurücktretende Andrea Erni Hänni hielt Corinna Müller-Fischer die Laudatio, für Dr. med. Ursula Issler sprach Guido Speck die Abschiedswürdigung. Als neues Mitglied in den Vorstand wurde Peter Hodel aus Zug gewählt.
  
Als Vetreter der Zuger Kantonsregierung sprach Regierungsrat Peter Hegglin, über die vielfältigen Beziehungen zwischen dem Kanton Zug und der GGZ, die natürlich auch finanzieller Natur sind, bemerkte der Finanzdirektor.
  
Den unterhaltenden Abschluss des Abends trug das Duo «Salz und Pfeffer» bei. Judith Stadlin und Michael van Orsouw erzählten Geschichten aus lauter Ortsnamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Damit haben sie beim Hildesheimer Kurzdramen- Wettbewerb 2007 dreimal den 1. Preis gewonnen: den 1. Preis der Jury, den 1. Preis des Publikums und den Gesamtpreis. Beim Kurzdramen-Wettbewerb von Marburg D wurde das Stück «Oberkrimml» auf den 1. Platz gesetzt. Der Krimi besteht ebenfalls nur aus Ortsnamen des deutschsprachigen Raumes. Ihre Termine hat das Bühnenduo derzeit immer am 11. des Monats im «Oswalds Eleven» im Burgbachtheater in Zug. (• Link)
    

  
Protokoll der Versammlung
  
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