Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug
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Zu Beginn des Jahres 2002 konnte
die GGZ Freizeitanlage Loreto in
die renovierten Räumlichkeiten
zurückkehren.
  
Rückblick und Ausblick des Präsidenten
   
Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der GGZ
   
Dieses Jahr fällt der Rückblick schwerer als sonst, obwohl die GGZ auf eine erfolgreiche Arbeit, eine aussergewöhnliche Veranstaltung und erfreuliche Resultate in ihren Institutionen zurückblicken kann. Durch die schreckliche Tat am 27. September 2001 haben auch wir gute Freunde verloren, Regierungsräte und Kantonsräte, die ein Ohr für unsere Anliegen hatten, die uns unterstützt haben und die wir als private Personen zu unseren Mitgliedern und Förderern zählen durften. Wir werden sie in dankbarer Erinnerung behalten.

Die Seiten im Jahresbericht 2001 berichten über die Geschehnisse in den einzelnen Institutionen. In den Bereichen Gesundheit, Bildung, Soziales und Kultur haben wir weitgehend das erreicht, was wir uns vorgenommen haben.
  
Über den Vergabefonds haben wir in diesem Jahr 28 verschiedene Projekte mit insgesamt Fr. 149'874.– finanziell unterstützt. Darin eingeschlossen waren grössere Beiträge an die Spinni Halle in Baar, die neu gegründete Zuger Diabetes-Geseilschaft, den Bildungsclub Zug, die Interessengemeinschaft Galvanik Zug, den Zuger Märlisunntig, das Kunsthaus Zug und den Zuger Ferienpass, dem wir kurzfristig finanziell und vor allem auch personell zum Überleben verholfen haben.
  
Am 5. Mai organisierten wir auf dem Zuger Landsgemeindeplatz zum ersten Mal einen «Tag der GGZ». Es war unsere Absicht, einerseits den Mitgliedern und dem breiten Zuger Publikum unsere vielfältigen Tätigkeiten vorzustellen und andererseits auch unseren eigenen Angestellten und Helfern einen Anlass im Kreise der ganzen GGZ Familie anzubieten. Die Veranstaltung wurde ein grosser Erfolg. Wir erlebten einen Tag der Begegnung nach innen und nach aussen. Das Aha-Erlebnis «die gehören ja zu sammen» war des Öftern hörbar, und wir erhielten von vielen Seiten Lob und Anerkennung für unsere Arbeit.
  
An der Generalversammlung im Juni traten drei Mitglieder, Otto Erni, Dr. Christa Rösli und Beatrice Wüest, aus dem Vorstand zurück.
  
Otto Erni verliess uns nach 19-jähriger Zugehörigkeit. Er war zuerst in den früheren Ressorts Sozialpsychiatrie und Infobüro Wohnen tätig und später in den Kommissionen der VTG Sennhütte, der Freizeitanlage Loreto/Volkshochschule und des ACB Schwerpunktfonds. Sein Fachwissen im Bereich Suchtberatung und sein soziales Engagement waren für unsere Tätigkeiten sehr wertvoll.
   
Frau Dr. Christa Rösli gehörte seit 1990 zum Vorstand. Sie war für unsere frühere Spitex-Beratungsstelle zuständig und vertrat die GGZ in der Frauenliga Zug. 1998 übernahm sie die Verantwortung für die neu formierte Lungenliga Zug. Zudem vertrat sie uns in der Stiftung Phönix und in der Sozialkommission des Departements des Innern. Sie war auch acht Jahre lang Mitglied in der Baukommission der Klinik Adelheid. Medizinisches Fachwissen, gepaart mit einem starken sozialen Gewissen, ist für unsere Führungsaufgaben sehr wichtig, und Christa Rösli hat dazu einen wichtigen Beitrag geleistet.
  
Frau Beatrice Wüest kam 1996 in den Vorstand und übernahm sofort die Verantwortung für die Freizeitanlage Loreto und die Volkshochschule. Sie war zudem im Stiftungsrat des Freizeitzentrums Oberwil und in unserer PR-Kommission tätig. Unter ihrer Leitung hat sich das Angebot für Freizeit und Weiterbildung stetig entwickelt. Heute profitieren gegen 2000 Teilnehmer davon.
  
Die drei Zurückgetretenen haben im Vorstand und in ihren Institutionen für unsere Gesellschaft wertvolle Arbeit geleistet, für die wir sehr dankbar sind. Die Vakanzen konnten wir mit drei neuen Mitgliedern, Andrea Erni, Dr. Ursula Issler und Corinna Müller, besetzen. Sie bringen wiederum viel Fachkompetenz aus dem sozialen, medizinischen und pädagogischen Bereich mit.
  
In der GGZ-Familie sind 208 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt. Über 60 ehrenamtlich Tätige haben sich im Vorstand und in den Kommissionen an der Führung der Gesellschaft und ihrer Institutionen beteiligt und dabei unzählige Stunden, viel Fachwissen und grosse Erfahrung unentgeltlich eingebracht. Dieser persönliche Einsatz wird normalerweise diskret vermerkt. Mit Blick auf das vergangene «Jahr der Freiwilligen» möchte ich aber an dieser Stelle ganz speziell auf den ausserordentlichen Wert dieser Leistungen hinweisen. Freiwilligenarbeit ist schliesslich das Rückgrat unseres Tuns und Schaffens. Diesen Kolleginnen und Kollegen, aber auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Institutionen und auf der Geschäftsstelle danke ich sehr herzlich für ihre tatkräftige Mitarbeit und Unterstützung.
  
Im Blick nach vorn kommt wiederum einiges an Neuem auf uns zu. Der Aufbau der GGZ Jugendprojekte wurde bereits im Editorial erwähnt. Mit einer eigenen Geschäftsstelle und einer neuen Betriebskommission sind wir zusammen mit dem Startkapital aus einem sehr grosszügigen Legat gut gerüstet, verschiedene Projekte zu Gunsten der jungen Generation in die Wege zu leiten. Als Erstes werden wir den Zuger Ferienpass 2002 organisieren, für dessen längerfristige Durchführung wir uns verpflichten wollen.
  
Nach einem langen und gelegentlich beschwerlichen Provisorium sind wir Anfang Jahr in die renovierten Gebäulichkeiten des Loretos zurückgekehrt. Dieser Schritt erlaubt uns, für die Freizeitanlage und die Volkshochschule eine Art Neustart zu voll ziehen, von dem wir uns viel versprechen.
   
Am 1. Februar 2002 eröffneten wir die Fachstelle für Berufsintegration, die wir im Auftrag des Kantons als neue Dienstleistung innerhalb unserer GGZ Arbeitsprojekte betreiben werden.
   
Das angekündigte Buch «Atmen heisst Leben», welches die Geschichte der Tuberkulosefürsorge im Kanton Zug und die grossen Leistungen der ehemaligen Frauenliga zum Thema hat, wird im Sommerhalbjahr erscheinen.
   
Diese Aufzählung zeigt, dass wir nicht nur in unseren bewährten Bereichen und Stützpunkten aktiv bleiben, sondern uns auch auf neue Bedürfnisse ausrichten wollen, in Gebieten, wo unsere Art von Gemeinnützigkeit zum Tragen kommen kann. Sie als Mit glieder und Gönner unserer Gesellschaft zeigen immer wieder Ihr Interesse an unse rer Arbeit und unterstützen uns grosszügig. Dafür danken wir Ihnen herzlich.
  
Dr. Ueli Scheidegger
Präsident der GGZ

    

   

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20.04.2002