Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug
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Umzug von der Poststrasse an die Industriestrasse in Zug
  
GZZ Arbeitsprojekte unter einem Dach
  
Neu sind die GGZ Arbeitsprojekte – Zuger Job-Börse, GGZ Büroservice, das Büro der Yellow–das Zuger Lagerschiff und die neue Fachstelle Berufsintegration – an der Industriestrasse 22 in Zug. Gestern luden die Projektleiter zum Eröffnungsanlass. Eusebius Spescha, Stadtrat und Betriebskommissionspräsident, begrüsste die Gäste aus Wirtschaft und Politik.
  
Die GGZ Arbeitsprojekte wurden seit 1995 im Auftrag der Zuger Gemeinden geschaffen, damit stellenlose Menschen mit einer Beschäftigung ihre beruflichen Qualifikationen erweitern oder erhalten und so den Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt erlangen können. In seiner Begrüssungsrede liess Eusebius Spescha die letzten Jahre seit der Gründung des ersten Arbeitsprojektes – die Zuger Job-Börse, damals noch an der Alpenstrasse in Zug mit drei Angestellten – Revue passieren. Nach und nach folgten weitere GGZ Arbeitsprojekte wie der GGZ Recycling Service Baar, GGZ Bauteil-Laden Zug, Yellow – das Zuger Lagerschiff, GGZ Büroservice, GGZ Service Team Steinhausen und als neustes Projekt, die Fachstelle Berufsintegration. Heute sind in allen GGZ Arbeitsprojekten 17 Leitungspersonen angestellt. In der Zwischenzeit wurde der Auftrag ausgedehnt und die GGZ Arbeitsprojekte beschäftigen heute folgende Zielgruppen: Stellenlose SozialhilfebezügerInnen, Menschen mit IV-Abklärungen, AsylbewerberInnen, Annerkannte Flüchtlinge und weitere stellenlose Personen.
  
In den neuen, hellen Räumlichkeiten an der Industriestrasse sind die Projekte GGZ Büroservice, Zuger Job–Börse, Yellow–das Zuger Lagerschiff und die Fachstelle Berufsintegration eingemietet. Ein Büro steht für den Zuger Ferienpass, einem GGZ Jugendprojekt, zur Verfügung. Carl Utiger, Geschäftsführer GGZ Arbeitsprojekte, erachtet die räumliche Nähe dieser Projekte als sehr wichtig, da viele Synergien genutzt werden können. Einerseits im organisatorischen und andererseits im personellen Bereich. Der GGZ Büroservice mit seinen zwei Leitungspersonen und 10 ProjektteilnehmerInnen beansprucht den meisten Platz. Die Zuger Job–Börse, geleitet ebenfalls von zwei Personen, hat sich im Eingangsbereich eingerichtet. Dort ist zugleich eine zentrale Empfangsstelle für Anmeldungen und eine bequeme Sitzecke für ArbeitnehmerInnen und Gäste. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GGZ Arbeitsprojekte fühlen sich sichtlich wohl am neuen Ort. Nur ein kleiner Wehmutstropfen bleibt: Die Nähe zur nächsten Poststelle und zum See.
    
Zuger Job–Börse – die Non–Profit–Temporär–Arbeitsvermittlung im Kanton Zug
  
Als erstes Arbeitsprojekt wurde 1995 die Zuger Job–Börse gegründet. Als einzige Non–Profit–Arbeitsvermittlung im Kanton Zug vermittelt sie mit grossem Erfolg kurzfristig und unkompliziert Temporärarbeit, die sonst selten auf dem Stellenmarkt angeboten wird. Dabei handelt es sich vielfach um unverhoffte oder unregelmässige Jobs. Die Zuger Job–Börse kümmert sich um die Sozialabzüge, Lohnabrechnungen und Versicherungen. Damit werden die Arbeitgeber von der gesamten Personaladministration befreit und dies lohnt sich besonders für Klein– und Mittelbetriebe. Die Zuger Job–Börse startete ursprünglich mit der Zielsetzung, Ausgesteuerte und Arbeitskräfte mit besonderen Schwierigkeiten zu beschäftigen. Inzwischen ist sie auch Vermittlerin für qualifizierte Stellenlose. In ihrer 7-jährigen Tätigkeit konnte die Job-Börse rund 380'000 Arbeitsstunden vermitteln und 7000 Arbeitsverträge abschliessen.
  
Die Yellow – das gelbe Zuger Lagerschiff
  
Am 4. April 1998 wurde die alte «MS Schwyz» im Beisein von Behörden, Politikern und geladenen Gästen auf den neuen Namen «YELLOW – das Zuger Lagerschiff» getauft und ihrer neuen Bestimmung übergeben. Durch die Umnutzung des ältesten Linienschiffes auf dem Zugersee zum Schullagerschiff konnten vier bis sechs neue Arbeitsplätze für SozialhilfebezügerInnen geschaffen werden. Das Beschäftigungsprojekt mit touristischen Nebeneffekten ist ein weiteres GGZ Arbeitsprojekt, das mit finanzieller Hilfe von Sponsoren realisiert werden konnte. Das Erlebnis–Schiff für Lagerwochen, Schulreisen und Weekends bietet Erfahrung an Bord im Zusammenleben mit dem Element Wasser. Seit dem Projektstart ist das Lagerschiff während den Monaten Mai bis Oktober ausgebucht. Im Jahr 2001 belegten 34 Vereine, 18 private Gruppen und 24 Schulklassen die «Yellow».
  
GGZ Büroservice – ein breites Dienstleistungsangebot
  
Ebenfalls 1998 eröffnete die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ) den GGZ Büroservice an der Poststrasse 6. Als weiteres sinnvolles Arbeitsprojekt für gemeindliche SozialhilfeempfängerInnen unterstützt der Büroservice in erster Linie Vereine, gemeinnützige Organisationen und Non-Profit-Institutionen bei administrativen Aufgaben. Mit diesem Arbeitsprojekt kann acht bis zehn ausgesteuerten Frauen oder Männern, welche kaufmännische Grunderfahrung haben und ihre Kenntnisse im Computerbereich erweitern wollen, eine sinnvolle Beschäftigung angeboten werden. Die Dienstleistung des Büroservice umfassen Versand- und Kopierarbeiten, Mutationen von Adressdateien und weitere administrative Aufgaben.
   
Fachstelle für Berufsintegration schafft Klarheit über Erwerbssituation
  
Die neue Fachstelle Berufsintegration, im Herbst 2001 vom Kantonsrat bewilligt, hat ihren Betrieb im April 2002 aufgenommen. Die Trägerschaft und Leitung der Fachstelle obliegt der Geschäftsstelle GGZ Arbeitsprojekte (eine Institution der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug). Die Fachstelle Berufsintegration arbeitet im Auftrag des Kantons Zug und ist zentrale Anlaufstelle für den ganzen Kanton. Die Stelle richtet sich an erwerbslose Personen, welche keine Leistungen der Arbeitslosenversicherung beziehen oder an Personen, die arbeiten und deren Einkommen aber, nicht oder nur sehr knapp existenzsichernd ist. Dabei prüft die Fachstelle Berufsintegration die Berufs– und Bildungsmöglichkeiten. Für von Armut betroffene Personen wird mit gezielten Massnahmen – als Teil einer Gesamtstrategie – die Verbesserung der persönlichen Arbeitsmarktfähigkeit angestrebt. Die Fachstelle Berufsintegration übernimmt die fachliche Abklärung zur Beurteilung der Integrationschancen. Die persönliche Erwerbssituation wird geklärt und die Arbeitsmarktfähigkeit wird gefördert. Geeignete Weiterbildungsmöglichkeiten werden geprüft, um die individuellen Entwicklungschancen zu verbessern. Die Abklärung, Begleitung und Durchführung der Massnahmen werden aufeinander abgestimmt und die Fachstelle Berufsintegration arbeitet eng mit bereits bestehenden Beratungsinstitutionen zusammen.
    
Die GGZ Arbeitsprojekte sind Institutionen der Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ). Die GGZ trägt seit 1884 die Verantwortung für das Gedeihen zahlreicher wichtiger Institutionen im Gesundheits– und Bildungswesen sowohl kultureller und sozialer Werke. Sie ist ein traditionsreiches, gutverwurzeltes Sozialwerk, das ausschliesslich im Kanton Zug tätig ist und heute 14 Institutionen führt. In ihrer Tätigkeit wird sie vom Kanton, Stadt und den Gemeinden unterstützt. Die GGZ ist privatwirtschaftlich organisiert und wird ehrenamtlich geführt. Die wichtigste Einnahmequelle sind Gönner-, Mitgliederbeiträge und Spenden nebst finanzieller Unterstützungen des Kantons Zug, der Stadt Zug, der Gemeinden und einzelner Sponsoren.

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24.05.2002