![]() |
|
|
|
|
|
|
| Zug: GGZ Arbeitsprojekte erhöhen Integrationschancen Jahresrückblick auf ein ereignisreiches 2001 Die GGZ Arbeitsprojekte bieten Beschäftigungsmöglichkeiten für arbeitslose Menschen. Als erstes wurde 1995 die Zuger Job-Börse gegründet. Sie vermittelt vorallem Menschen mit besonderen Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt Temporäreinsätze. Sie erfüllt damit auch einen Leistungsauftrag der kantonalen Drogenkonferenz. Im Auftrag der Zuger Gemeinden sind in der Zwischenzeit fünf weitere Beschäftigungs-projekte aufgebaut worden. Diese bieten auf ein Jahr befristete Beschäftigungsmöglichkeiten für ausgesteuerte Sozialhilfe-EmpfängerInnen. Daneben werden aber auch Berufsabklärungen für die IV (Invalidenversicherung) durchgeführt, Flüchtlinge und AsylbewerberInnen beschäftigt, aber auch Zivildienstleistende und PraktikantInnen finden bei uns herausfordernde Arbeitsmöglichkeiten. Mit der Verlängerung des Kantonsratsbeschlusses betreffend „Soziallöhne im Rahmen von Integrationsprojekten“ bis 2004 schuf der Kantonsrat die Rechtsgrundlage für die Weiterführung der GGZ Arbeitsprojekte. Die Befristung hat damit zu tun, dass eine Überführung ins ordentliche Recht im Rahmen einer Gesamtrevision des Sozialhilfegesetzes geplant ist. Gleichzeitig bewilligte der Kantonsrat die Errichtung einer Fachstelle Berufsintegration. Damit soll die Förderung der sozialen und beruflichen Integration von langfristig stellenlosen Personen noch gezielter an die Hand genommen werden können. Bedingt durch den kaum vorhersehbaren Verlauf der Konjunktur ergaben sich auch erhebliche Schwankungen bei der Anzahl ProjektteilnehmerInnen. Nahm ihre Zahl anfangs Jahr eher ab, so erfolgte gegen Jahresende eher wieder eine Zunahme. „Insbesondere musste festgestellt werden“, so Eusebius Spescha, Betriebskommissionspräsident der GGZ Arbeitsprojekte, „dass der Betreuungsaufwand bei den aktuellen ProjektteilnehmerInnen er-heblich zugenommen hat.“ Dies zeigt sich insbesondere auch in den Standortgesprächen und der begleitenden Förderung und Weiterbildung. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage haben erfreulicherweise rund 24 % der teilnehmenden ProjektmitarbeiterInnen den „Sprung“ in die Arbeitswelt geschafft. Rettung des Zuger Ferienpasses Nachdem die Pro Juventute auf die Durchführung des Ferienpasses verzichten musste, sprangen die GGZ Arbeitsprojekte kurzfristig ein und gewährleisteten die Durchführung dieser bei Kindern und Eltern beliebten Einrichtung. Auf Grund der guten Erfahrungen hat sich die GGZ bereit erklärt, den Ferienpass ab 2002 voll zu übernehmen und diesen den GGZ Jugendprojekten anzugliedern. Die Zuger Job-Börse erlebte, stark beeinflusst durch den unklaren Konjunkturverlauf, ein wechselhaftes, aber insgesamt erfolgreiches Jahr. 369 (Vorjahr 421) Personen (davon ca. ein Drittel Frauen) leisteten in 1090 (Vorjahr 1132) Aufträgen 58’464 (Vorjahr 59’110) Arbeitsstunden. Zehn Personen fanden über die Zuger Job-Börse eine Festanstellung. Vor allem im Herbst war eine erhebliche Zunahme der Neuanmeldungen zu verzeichnen. Die Kundenbetreuung wurde ausgebaut und optimiert. Der GGZ Recycling Service Baar beinhaltet eine breite Palette von Tätigkeiten: „Rössli-Tram“ zur Entsorgung, Fraktionierungsarbeiten in der Entsorgung, betriebsinterne Kantine, Biogarten, Schachtelbörse, Arbeiten in der Landschaftspflege, Baarer Veloverleih, Secondhand Laden und Nähatelier. Neu dazu gekommen ist die Ausleihe des Zuger Aktionszeltes und der mobilen Festeinrichtungen (Geschirrmobil usw.). Ende 2001 wurden 23 ProjektteilnehmerInnen und 39 AsylbewerberInnen beschäftigt. Dank des GGZ Bauteil-Ladens Zug fanden rund 70 Tonnen Material eine Wiederverwendung. Ohne Bauteilladen wäre dieses Material entsorgt worden. Im Rahmen des Transportdienstes für das Brockenhaus wurden 440 Fahrten ausgeführt. Die Yellow das Zuger Lagerschiff erlebte eine weitere erfolgreiche Saison. An 134 Belegungsstagen konnten rund 1450 Personen beherbergt werden (Total 2710 Übernachtungen). Die positiven Reaktionen der Gäste sind eine Bestätigung für das Projekt. Für den Winter 2000/01 diente die Yellow im Sinne eines Pilotversuches als Gassenküche. Auf Grund der insgesamt positiven Erfahrungen wurde das Projekt Gassenküche auch im Winter 2001/2002 auf der Yellow durchgeführt. Erfolgreich arbeitete auch der GGZ Büroservice mit seinen internen und externen Dienstleistungen. Vielfältige Dienstleistungen im Administrations- und Bürobereich und bei der Durchführung von Dienstleistungen fanden einen stehts wachsenden Kundenkreis. Das GGZ Service Team Steinhausen erbrachte einerseits Dienstleistungen für die Gemeinde Steinhausen und andererseits sind spezielle Arbeitsbereiche wie die Bücherfraktionierung (ca. 200 Tonnen), die Kabel- und Zählerfraktionierung und die Verwertung von Videokassetten im Auftrag der Industrie sehr gefragt. Eine besondere Stellung nimmt die Produktion von ökologischen Anzündhölzern ‘K-Lumet’ nach dem Prinzip der Firma Perce Neige ein. Seit dem 1.1.01 ist das Service Team offizieller Vertragspartner. 40%-ige Eigenfinanzierung Auch finanziell konnte das vergangene Jahr erfolgreich abgeschlossen werden. Bei einem Umsatz von 2,3 Mio. Franken (ohne Soziallöhne in der Höhe von knapp 1 Mio. und Lohnzahlungen der Zuger Job-Börse von 1,7 Mio.) konnte ein leichter Ertragsüberschuss erzielt werden. Die Einnahmen von rund Fr. 950'000.00 aus den Dienstleistungen der Projekte decken über 40 % der Betriebskosten. |
|
|
|
|
Zurück zur Startseite |
|
| 24.04.2003 |
|