Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug
Baarerstrasse 110a · 6302 Zug · Telefon 041 769 77 11 · Fax 041 769 77 12 · E-Mail: sekretariat@ggz.ch            
      
Jahresbericht 2002 der GGZ Arbeitsprojekte  
  
Für die Zukunft gerüstet
  
Die Arbeitslosigkeit nahm im letzten Jahr rasant zu. Für die GGZ Arbeitsprojekte, welche Beschäftigungs- und Abklärungsmöglichkeiten sowie Arbeitsvermittlungen für arbeitslose und ausgesteuerte Menschen bieten, hatte der Konjunktureinbruch zur Folge, dass in der zweiten Jahreshälfte 2002 die Zahl der ProjektteilnehmerInnen markant angestiegen ist. Ende 2002 waren 105 Personen in den GGZ Arbeitsprojekten Bauteil-Laden Zug, Yellow – das Zuger Lagerschiff, GGZ Service Team Steinhausen und GGZ Recycling Service Baar beschäftigt.
   
Nach wie vor ist die Beschäftigungsmöglichkeit für Personen mit niedrigen beruflichen Qualifikationen im primären Arbeitsmarkt sehr schwierig. In manchen Fällen verhindert die schwierige Arbeitsmarktsituation eine konkrete Integration. Mit der Fachstelle Berufsintegration, welche am 1. Februar 2002 mit ihrer Beratungstätigkeit begonnen hat, sollen von Armut betroffene Menschen und weitere stellenlose Personen die Möglichkeit haben, ihre beruflichen Weiterbildungs- und Integrationschancen zu prüfen. Bis Ende 2002 haben 113 Personen die Beratungsstelle aufgesucht.
   
Kapazitäten beibehalten
  
Im vergangenen Jahr ist die Arbeitslosigkeit wieder schneller angestiegen, als allgemein prognostiziert wurde. Schneller als angenommen kam auch die Nachfrage nach Beschäftigungsplätzen. In der kurzen Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs der Vorjahre haben die GGZ Arbeitsprojekte ihre Kapazitäten vorsichtigerweise nicht zu stark abgebaut. Dadurch waren sie in der Lage, immer genügend Beschäftigungsplätze für Betroffene anzubieten.
   
Schwieriger wurde allerdings im vergangenen Jahr die Integration von Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmern in den freien Arbeitsmarkt. Der Geschäftsführer der GGZ Arbeitsprojekte, Carl Utiger , betont: «Wir sind froh, dass wir stellenlosen Menschen aus verschiedenen Berufsrichtungen in unseren Arbeitsprojekten vorübergehend oder längerfristig eine sinnvolle Beschäftigung bieten können. So ist es möglich, dass unsere ProjektteilnehmerInnen ihre beruflichen Qualifikationen stabilisieren oder gar erweitern können.» Die Teilnehmenden in den GGZ Arbeitsprojekten haben im vergangenen Jahr viele tausend Stunden an gemeinnützigen Arbeiten im Recyclingbereich oder an anderen sinnvollen Projekttätigkeiten mitgewirkt und dadurch einen wesentlichen Beitrag an die Projekteinnahmen geleistet. Obwohl im vergangenen Jahr ein leichter Auftragsrückgang vor allem im GGZ Büroservice und bei der Zuger Job-Börse zu verzeichnen war, konnten Ertragseinnahmen aus allen Projekten von Fr. 1'150'000.– verbucht werden.
   
Mit der Fachstelle Berufsintegration konnte eine weitere Dienstleistung angeboten werden, und damit kann die bisherige Arbeit in den Arbeitsprojekten sinnvoll ergänzt werden. Mit der «mittagsBEIZ», welche im Winterhalbjahr auf der Yellow-das Zuger Lagerschiff durchgeführt wird, und in erster Linie armutsbetroffenen Personen zur Verfügung steht, haben die GGZ Arbeitsprojekte eine weitere sinnvolle Dienstleistung übernommen.
  
Zukunftsgerichtete Szenarien
   
Die Grundstrukturen zur Durchführung von professionellen Arbeitsmarktmassnahmen haben die GGZ Arbeitsprojekte in der Vergangenheit geschaffen. Eine Weiterentwicklung durch die Einführung des Qualitätsmanagement wird im kommenden Jahr die verschiedenen Arbeitsabläufe strukturieren und vereinheitlichen. Dadurch wird die Qualität weiter gesteigert.
   
Mit der steigenden Arbeitslosigkeit gilt es, das Augenmerk vermehrt wieder auf die Entwicklung von zusätzlichen Arbeitsprojekten zu richten und den künftigen Bedarf an Projektplätzen auszuloten. Die Erkenntnis, dass jede Rezession eine grössere Sockelarbeitslosigkeit zurücklässt, macht es notwendig, zukunftsgerichtete Szenarien zu entwickeln. Besondere Sorge bereitet die zunehmende Jugendarbeitslosigkeit. In Zusammenarbeit mit anderen zuständigen Stellen sollen mögliche Massnahmen geprüft werden und bei der Erstellung und Umsetzung von sinnvollen Massnahmen wollen die GGZ Arbeitsprojekte mitwirken. Gerade jene, welche den Schritt in den primären Arbeitsmarkt nur sehr schwer schaffen, benötigen Unterstützung und Solidarität. Mit einem entsprechendem Effort und gezielten Massnahmen ist es möglich, diesen Menschen wieder Perspektiven aufzuzeigen. Zusammen mit den kantonalen und gemeindlichen Behörden kann diese Herausforderung angenommen werden.
   

   

Zurück zur Startseite
     
      
21.05.2003