Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug
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ATMEN HEISST LEBEN
  
so heisst das im Jahr 2001 erschiene Buch über die Geschichte
der 1911 gegründeten Frauenliga zur Belämpfung der
Tuberkulose bis zur heutigen Lungenliga. Unter den vielen
Frauen ist sie am meisten namentlich bekannt:
Adelheid Page-Schwerzmann
  
Rückblick und Ausblick des Präsidenten (Jahresbericht 2002)
   
Sehr geehrte Mitglieder und Freunde unserer Gesellschaft
  
Auf den folgenden Seiten berichten wir von den Arbeiten in unseren Institutionen und legen Ihnen die entsprechenden Jahresrechnungen vor. Wir präsentieren Ihnen auch das neu erstellte Leitbild der GGZ, welches die heutigen Ziele, Werte und Grundsätze unserer Gesellschaft umschreibt. Zudem lassen wir zwei Teilnehmer zu Wort kommen, die am Projekt «Zuger Seiten Wechsel» teilgenommen haben. Der Kanton hatte dieses Projekt im Rahmen des 650-Jahr- Jubiläums initiiert. Elf Personen haben als Seiten-Wechselnde bereits je eine Woche in GGZ-Institutionen gearbeitet, mindestens fünf weitere kommen bis Mitte 2003 dazu.
  
Wir können von einigen besonderen Ereignissen berichten: Zwei neue Institutionen wurden Anfang 2002 aktiv. Die GGZ Jugendprojekte starteten mit viel Elan und führten erstmals alleine einen weiteren erfolgreichen Zuger Ferienpass durch. Zusammen mit dem Verein Siehbach bauten sie auch das Projekt «WerkStadt» auf, bei dem Kinder im Primarschulalter ihr handwerkliches Geschick regelmässig an Mittwochnachmittagen fördern können. Die Fachstelle Berufsintegration etablierte sich ebenfalls rasch, und ihr Angebot wurde bereits rege genutzt. Die Fachstelle befindet sich zusammen mit der Geschäftsstelle GGZ Arbeitsprojekte, der Zuger Job-Börse, dem Büroservice und den GGZ Jugendprojekten in den neuen Büroräumlichkeiten an der Industriestrasse 22 in Zug. Anfang Jahr bezog die Freizeitanlage Loreto ihre renovierten Räumlichkeiten. Das Freizeitprogramm kann nun noch vielseitiger und moderner gestaltet werden. Der Test im Winter 2001/02, die Gassenküche auf unserem Lagerschiff Yellow zu beherbergen, verlief erfolgreich, und wir entschieden uns, weiter- zumachen. Die von Armut betroffenen Personen können nun von einem umfangreicheren Angebot unter dem neuen Namen MittagsBeiz profitieren. Im Dezember boten die Bewohner der Sennhütte selbst erarbeitete Holzobjekte von erstaunlicher Qualität und Kreativität an. Mit dem Erlös sollen neue Werkzeugmaschinen angeschafft werden. Im Juli trat Monika Gisler nach elfjähriger Tätigkeit als Gesamtleiterin der Waldschule Horbach zurück und übergab ihr Amt Stefan Blank. Als Vorstandsmitglied hat sie dafür die Verantwortung für die GGZ Jugendprojekte übernommen. Im September stellten wir das Buch «Atmen heisst Leben» vor, welches die Entwicklung der 1911 gegründeten Frauenliga zur Bekämpfung der Tuberkulose im Kanton Zug bis zur heutigen Lungenliga Zug beschreibt. Diese Schrift ist insbesondere auch eine Hommage an die jahrzehntelange, uneigennützige und wirkungsvolle Arbeit der vielen beteiligten Frauen. Die Vernissage des Zuger Neujahrsblattes ist jedes Jahr ein Höhepunkt. Der diesjährige Anlass im Roche-Zentrum in Buonas wird in besonders guter Erinnerung bleiben.
  
Aus den Vergabefonds unterstützten wir 8 Projekte mit gesamthaft Fr. 48 279.–. Zusätzlich gewährten wir grössere Beiträge an den Zuger Märlisunntig, den Bildungsclub Zug, die Stiftung Phönix und die Zuger Kunstgesellschaft. Von Mitgliedern, Gönnern, Legaten und Stiftungen kamen uns wiederum grosszügige Spenden und Beiträge zu. Wir sind sehr dankbar dafür, denn ohne solche Unterstützungen wäre zum Beispiel der Aufbau der neuen GGZ Jugendprojekte nicht möglich gewesen.
  
Wir betreiben heute 16 verschiedene Institutionen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Soziales, Jugend und Kultur. In diesen Betrieben waren Ende 2002 insgesamt 223 Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter angestellt, 151 davon allein in der Klinik Adelheid. Die Gesamtleitung dieser Werke obliegt in der GGZ zu einem grossen Teil ehrenamtlich Tätigen. Rund 70 Freiwillige haben hierfür vielseitige Berufserfahrung und wertvolles Fachwissen unentgeltlich eingebracht. Das Zusammenwirken von ehrenamtlicher Führung, fachkundigen Arbeitskräften und finanzieller Unterstützung seitens unserer Mitglieder und Gönner hat sich für die GGZ einmal mehr als institutionelle Stärke erwiesen.
  
An der Generalversammlung im Juni trat Dr. Heinz Fierz nach 16 Jahren aus dem Vorstand zurück. 1986 kam er als Finanzexperte zu uns und baute alsbald die Finanzkommission der GGZ auf, die er bis zu seinem Rücktritt leitete. Im Vorstand war seine seriöse und umsichtige Haltung geschätzt und seine Rolle als Hüter unserer Finanzen und unseres Vermögens sehr wertvoll. Nur zwei Monate später ist Heinz Fierz einer schweren Krankheit erlegen. Wir haben ein treues und aktives Mitglied unserer Gesellschaft und einen lieben Freund verloren. Als Nachfolger wurde Walter Weber, der derzeitige Bankratspräsident der Zuger Kantonalbank, gewählt. Der Vorstand und insbesondere die Finanzkommission werden von seiner reichen Erfahrung als Bankfachmann sehr profitieren können.
  
Pius Lütolf (Verwaltungsratspräsident der Klinik Adelheid AG), Eusebius Spescha (Präsident der GGZ Arbeitsprojekte) und Gaby Grimm Zwicky (Präsidentin VTG Sennhütte) wurden als Vorstandsmitglieder für drei Jahre wieder gewählt.
  
Nach 9 Jahren trat Hugo Erni als Mitglied der Kontrollstelle zurück. Während dieser langen Zeit konnten wir, die GGZ und die Klinik Adelheid, von seinem profunden Fachwissen in den Bereichen Spitalplanung und Spitalverwaltung profitieren.
  
Mit der Pensionierung Ende 2002 verliess uns auch Monika Häusler. Als führendes Mitglied der Geschäftsstelle war sie während elf Jahren für Budgetierung, Rechnungsabschlüsse und Vorstandsprotokolle verantwortlich. Sie hat die GGZ auch in anderen Bereichen immer wieder tatkräftig unterstützt.
  
In den letzten Jahren ist die GGZ stark gewachsen. Im neuen Jahr möchten wir deshalb in erster Linie unsere bestehenden Organisationen und deren Strukturen festigen. Wir werden dennoch auch im Jahr 2003 von einigen besonderen Ereignissen und Projekten berichten können. Eines davon kam bereits im Editorial zur Sprache, die Veröffentlichung der Biographie über Adelheid Page im August.
  
Die GGZ hat im vergangenen Jahr erneut an vielen Fronten erfolgreiche Arbeit geleistet. Es war das Verdienst des ganzen Teams, bestehend aus den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den ehrenamtlich Tätigen. Ihnen gehört vorab mein ganz besonderer Dank. Erwähnen und verdanken möchte ich auch die gute Zusammenarbeit mit den verschiedenen Stellen in den kantonalen und gemeindlichen Ämtern. Schliesslich liegt mir sehr viel daran, Ihnen, verehrte Mitglieder, Freunde und Gönner der GGZ, für die finanzielle Unterstützung sehr herzlich zu danken. Ihr treues Mitmachen bedeutet für uns Anerkennung und Verpflichtung zugleich.
  
Ueli Scheidegger, Präsident
  
    

   

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