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| Generalversammlung der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ) Seit 118 Jahren im Einsatz für die Zuger Volkswohlfahrt Das Jahr 2002 war für die GGZ ein erfolgreiches und erfreuliches Jahr. 223 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 14 GGZ Institutionen und über 70 ehrenamtlich Tätige haben intensiv gearbeitet und gute Resultate erzielt. Von über 1800 Mitgliedern und vielen Sponsoren und Gönnern unterstützt, kann die GGZ Bestehendes und auch immer wieder Neues realisieren. Rückblick auf ein bewegtes Jahr: Erfolgreicher Start der GGZ Jugendprojeket Das Team der GGZ Jugendprojekte begann die Arbeit Anfangs 2002 mit der Organisation und Durchführung des Zuger Ferienpasses. Nach den Sommerferien wurde zusammen mit dem Verein Siehbach die «WerkStadt» ins Leben gerufen. PrimarschülerInnen können dort unter Anleitung handwerklich gestalten und experimentieren, im Sommer im Siehbach, im Winterhalbjahr in den GGZ-Werkstätten der Freizeitanlage Loreto. Auch die «Zauberlaterne», der Filmclub für Kinder, wird seit 2002 von den GGZ Jugendprojekten organisiert. Die Institutionen der GGZ – vielseitige Dienstleistungen im Bereich Bildung, Gesundheit, Kultur, Soziales und Jugend Die Klinik Adelheid konnte ihre Bettenbelegung steigern, eine wichtige Verbesserung, die sich auch auf das Betriebsergebnis positiv ausgewirkt hat. Neutrale Umfragen haben ergeben, dass in der Klinik sowohl bei den Patienten wie auch bei den Mitarbeitenden eine überdurchschnittlich hohe Zufriedenheit herrscht. Die Waldschule Horbach war im letzten Jahr voll belegt, was aufzeigt, dass das Leistungsangebot dieser Sonderschule für Knaben, das aus einer Kombination von Bildung, Erziehung und Therapie besteht, sehr gefragt ist. Die Anfangs 2002 bezogenen renovierten Räumlichkeiten der Freizeitanlage Loreto machten es möglich, ein noch moderneres und vielseitigeres Programm anzubieten. 2500 Besucher nutzten die freie Betätigung in den Werkstätten oder machten in den Beschäftigungs oder Selbsthilfegruppen mit. An den Kursen oder Veranstaltungen der Volkshochschule haben 1686 Personen teilgenommen. Die Nachfrage nach Dienstleistungen der Lungenliga Zug war weiterhin stark im Steigen. Die Beratung von Menschen mit Atemwegs- und Lungenkrankheiten und das Vermieten entsprechender Geräte bleiben wichtigste Tätigkeiten, das Bedürfnis nach Allergieberatung und Raucherberatung nimmt aber stark zu. Der Verein Therapeutische Gemeinschaft Sennhütte kann von einem erfreulichen Jahr berichten. Nicht nur war das Haus während des ganzen Jahres praktisch voll besetzt, ein neues Behandlungskonzept und ein abwechslungsreicheres Programm sind mit Erfolg eingeführt worden. Die Ausgabe 2003 des Zuger Neujahrsblattes war dem Thema «Visionen» gewidmet. Die Vernissage fand im Rahmen einer denkwürdigen Veranstaltung im Roche Forum in Buonas statt. Aus dem Vergabefonds wurden 8 verschiedene Projekte mit insgesamt Fr. 48'000.– unterstützt. Gute Auslastung in den GGZ Arbeitsprojekten In den GGZ-Arbeitsprojekten haben insgesamt 285 Menschen – 191 stellenlose Sozialhilfebezüger-Innen und 94 AsylbewerberInnen – mitgearbeitet. Dies sind wesentlich mehr als letztes Jahr, eine Folge der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der heutigen Zeit. Aus dem Arbeitseinsatz konnten erstmals Einnahmen von Mio. 1.15 Franken erzielt werden. Die Zuger Job-Börse vermittelte 550 Personen, davon mehr als die Hälfte Frauen. Sie leisteten insgesamt 49'000 Stunden Arbeit. Der Recycling Service Baar ist unser grösstes Arbeitsprojekt. Er betreut auch viele Asylbewerber. Das vielseitige Angebot wurde nochmals erweitert. Dazu kam zum Beispiel neben der Betreuung des Veloverleihes in Baar auch derjenige in Zug. Die Dienstleistungen des GZZ Bauteil-Laden – der Abbruch und die Aufarbeitung von Baumaterialien – waren sehr gefragt. 85 Tonnen Baumaterialien wurden für die Wiederverwertung aufgearbeitet. Für das Brockenhaus wurden zudem 360 Transportfahrten durchgeführt. Das Zuger Lagerschiff «Yellow» hat eine weitere erfolgreiche Saison hinter sich. Im Sommerhalbjahr war die Auslastung praktisch 100%. Der Versuch mit der Gassenküche in den Wintermonaten verlief erfolgreich. Im Auftrag der Drogenkonferenz und des Kantons übernahm deshalb die GGZ die Trägerschaft definitiv. Unter dem neuen Namen «MittagsBeiz» wurde das Projekt erweitert. Im letzten Winterhalbjahr konnten sich täglich rund 20-30 Personen über Mittag preisgünstig verpflegen. Das Service Team Steinhausen recycliert Bücher, Kabel und elektrische Geräte und arbeitet auch für die Gemeinde Steinhausen. Die Produktion der ökologischen Anzündehölzer «K-Lumet» war dermassen gefragt, dass dieses Produkt nun auch im Recycling Service Baar hergestellt wird. Die Nachfrage nach administrativer Büroarbeit des Büroservice blieb hoch. Nutzniesser waren nicht nur Non-Profit Organisationen oder kommerzielle Unternehmen sondern auch die GGZ und ihre verschiedenen Institutionen. Die Fachstelle Berufsintegration hat sich rasch etabliert. Ihr Angebot deckt ein zunehmendes Bedürfnis ab und war entsprechend von Beginn weg gefragt. Die Fachstelle Berufsintegration wurde am 1. Februar 2002 eröffnet. Sie ist den GGZ- Arbeitsprojekten angegliedert und wird im Auftrag des Kantons betrieben. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für erwerbslose und von Armut bedrohte Personen. Mit gezielten Massnahmen wird eine Verbesserung der persönlichen Arbeitsmarktfähigkeit angestrebt. Innerhalb der ersten 10 Monate haben bereits 113 Personen bei der Fachstelle Rat gesucht. Wiederwahlen im Vorstand der GGZ Guido Speck, seit 1988 im Vorstand, Mitglied der Finanzkommission, der Betriebskommission Lungenliga Zug, der Kommission des ACB Schwerpunktfonds und Verwaltungsrat der Klinik Adelheid AG und Monika Gisler-Locher, seit 1991 im Vorstand, Vizepräsidentin der GGZ, Präsidentin der Betriebskommission Jugendprojekte, Mitglied der PR Kommission sowie Ueli Scheidegger, seit 1997 im Vorstand, Präsident der GGZ und Mitglied verschiedener Kommissionen, Verwaltungsrat der Klinik Adelheid AG, Hansjürg Berner, seit 2000 im Vorstand, zuständig für die Fachstelle «Personal» und Bruno Briner, seit 2000 im Vorstand, Präsident der Betriebskommission der Waldschule Horbach; sie alle wurden mit Akklamation wiedergewählt. Neu in der Kontrollstelle wurde Stefan Tobler aus Baar aufgenommen. Auch Neuigkeiten in diesem Jahr Am 20. August 2003 jährt sich der 150. Geburtstag von Adelheid Page-Schwerzmann. Sie war eine faszinierende Zugerin mit vielseitigen Talenten und einem aussergewöhnlichen Lebenslauf. Sie war mit der GGZ eng verbunden, und ihre grosszügige Erbschaft prägt noch heute viele Arbeitsgebiete und Institutionen unserer Gesellschaft. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, auf dieses Datum hin ihre vielseitige Biographie aufarbeiten zu lassen und ihr Wirken durch Text und viel Fotomaterial öffentlich zu würdigen. Das Werk «Adelheid. Frau ohne Grenzen» soll gleichzeitig auch ein spezielles Stück Zuger Sozialgeschichte aus der damaligen Zeit beschreiben. Das Buch wurde durch ein Team der Neujahrsblatt-Kommission erarbeitet und erscheint im NZZ-Buchverlag. Die Vernissage wird am Tag des Geburtstages (20. August 2003) in der Klinik Adelheid im Adelheid Page-Saal stattfinden. Ausbauprojekte der Klinik Adelheid Momentan laufen Planungsarbeiten für drei verschiedene Ausbauten in und um die Klinik Adelheid. Die Räumlichkeiten für die medizinische Trainingstherapie sind zu klein geworden und müssen erweitert werden. Ein anderer Engpass sind die Parkplätze der Klinik, eine Erhöhung der Plätze drängt sich auf. Schliesslich wollen wir unsere Parzelle, die sich nord-westlich an die Klinik anschliesst, für die Patienten nutzen, in dem wir ein rollstuhlgerechten Gehweg bauen mit schattigen Sitzgelegenheiten. MittagsBeiz Die MittagsBeiz als Nachfolge der Gassenküche wurde im Winterhalbjahr auf definitiver Basis auf dem Lagerschiff «Yellow» betrieben. Ab diesem Sommer betreiben wird die Beiz nun ganzjährig mit TeilnehmerInnen aus den GGZ Arbeitsprojekten, im Sommerhalbjahr im Podium 41 aber auch dort unter der Regie der GGZ. GGZ: ein Verein und ein Unternehmen Die GGZ ist ein typischer Verein mit Statuten, einem klaren Vereinszweck, getragen von vielseitigem ehrenamtlichem Engagement und unterstützt von gegen 1800 treuen Mitgliedern. Die GGZ fühlt sich wohl in diesem Umfeld, es ist persönlicher, direkter gegenüber anderen Formen und vor allem auch motivierender für die freiwillig Tätigen. Diese Vereinsstruktur hat sich bewährt, 118 Jahre lang. Die GGZ ist kontinuierlich gewachsen. Der Kanton Zug ist überblickbar, man kennt sich, man beobachtet das Wirken der GGZ und welche Wirkung diese erzielt. Die Mitglieder haben stets die Treue gehalten und viele von ihnen identifizieren sich mit der GGZ. Die GGZ hat sich andererseits – wegen dieses Erfolges – zu einem stattlichen Unternehmen entwickelt. Sie ist Unternehmerin geworden,
Dazu braucht es die richtigen Strukturen, Führungskompetenzen, Regelungen, Kontrollmechanismen eines modernen Unternehmens. Die GGZ ist ein Verein, der ein Vereinsleben pflegt, der aber gleichzeitig – sozusagen als Mittel zum Zweck – auch als Unternehmen funktionieren muss. Eine Mitgliedschaft bei der GGZ kostet Fr. 20.00. |
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| 14.08.2003 |
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