Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug
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GGZ Arbeitsprojekte – Jubiläum

«Unsere Arbeit hat
sich gelohnt»

Am 19. September 2003 feierte die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug drei ihrer Projekte - wenngleich etwas nachdenklich gestimmt.
  
Zum fünfjährigen Bestehen der drei GGZ-Arbeitsprojekte Büroservice, Yellow und Service Team Steinhausen wollten sich bei Eusebius Spescha, Präsident der Betriebskommission, nicht wirklich positive Gefühle einstellen. So wies er denn in seiner Rede zum Jubiläum auch darauf hin, dass der Grund für das Bestehen der drei Jubilare nicht eigentlich erfreulich sei. «Die Neunzigerjahre brachten die zweitgrösste Wirtschaftskrise des letzten Jahrhunderts mit sich. Arbeitsiosenzahlen von 5 Prozent und mehr waren auch in der Schweiz Realität.» Auf Grund dessen sei somit von einer Mehrheit der Gemeinden beschlossen worden, mittels Beschäftigungsprojekten die Reintegrationschancen von Arbeitslosen zu erhöhen. Die GGZ erklärte sich schliesslich bereit, die Verantwortung und Führung der getroffenen Massnahmep zu über nehmen:
  
Erfolgreiche Projekte
  
1998 gesellten sich dann Büroservice, Lagerschiffbetrieb und Service Team zum bereits bestehenden Projektebündel. In fünf Jahren fanden schliesslich 270 Menschen Unterschlupf in einer der drei Einrichtungen, wo Betroffene bis heute zukunftsorlentiert beschäftigt werden und somit wichtige Zwischenlösungen angeboten bekommen. Dies ist in den Augen Speschas dann aber doch noch Grund genug, auf die vergangenen fünf Jahre anzustossen: «Unsere Arbeit hat sich in der Tat gelohnt. Bis jetzt konnten mit unserer Unterstützung 69 Personen den Wiedereinstieg ins Berufsleben finden.» Zudem hätten schon manche öffentliche Einrichtung, aber auch diverse private Unternehmen von den verschiedenen Dienstleistungen profitieren können, wobei der volkswirtschaftliche Nutzen besonders zu beachten sei.
  
Engagement auch in Zukunft
  
Allerdings, auf den Lorbeeren ausruhen will sich Spescha keineswegs. «Das Gesicht der Arbeitslosigkeit wechselt ständig. Diesem Wandel wollen und müssen wir Rechnung‚ tragen.» Auch gebe es nach wie vor zu viele Arbeitslose, denen die Rückkehr in den Arbeitsprozess nicht gelinge. «Zur ganz grossen Feier wollen wir dann einladen, wenn die Beschäftigungsprogramme wegen nullprozentiger Arbeitslosenquote geschlossen werden müssen», verlieh Spescha schliesslich aber seiner liebsten Absicht Ausdruck.

Dank von Regierungsseite
  
Nicht mehr wegzudenken aus dem Massnahmenkatalog sind in den Augen Brigitte Profos‘ die bestehenden GGZ Projekte. «Sie bieten speziell für Menschen mit schmalem Bildungsrucksack wichtige Nischenplätze auf dem Arbeitsmarkt», erklärte die Regierungsrätin und versicherte, dass innovative Ideen seitens der GGZ trotz Spardruck auch in Zukunft berücksichtigt würden.

Text: Mirija Weber, Neue Zuger Zeitung

Foto: Ana Birchler-Cruz, Neue Zuger Zeitung – Euseblus Spescha, Präsident der Betriebskommission der GGZ-Arbeitsprojekte, (links) zusammen mit Carl Utiger, Geschäftsführer der Arbeitsprojekte, beim Jublläumsapero auf der YeIIow, dem Zuger Lagerschiff

   

   

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20.09.2003