Lungenliga Zug
  
  
   
   
«Ja, ich will …!»
Informationen, Tipps und Anregungen
zum Rauchstopp

24. Januar 2004
im
Zuger Kantonsspital

  
Bericht der Veranstaltung
  
In den letzten Jahren hatte die Lungenliga Zug mehrfach versucht Rauchstopp- Kurse zu organisieren, die jedoch immer mangels Anmeldungen abgesagt werden mussten. Wenn man davon ausgeht, dass es auch im Kanton Zug mindestens 20'000 Raucherinnen und Raucher gibt, von denen sicher ein gewisser Teil den Wunsch hegt mit dem Rauchen aufzuhören, ist es sehr erstaunlich, dass die Kurse wegen geringer Teilnehmerzahl annulliert werden mussten.
  
Es war klar, dass das Konzept geändert werden musste. Offensichtlich besteht kein Bedürfnis nach den zeitraubenden Kursen, die über 8 Wochen dauern. Ebenso wird das Gruppenerlebnis von den potentiellen Teilnehmern scheinbar weniger stark bewertet als von den Kursleiterinnen.
  
Aus diesem Grund hatte die Lungenliga Zug in Zusammenarbeit mit «AtemZug» am 24.01.2004 ein halbtägiges Seminar organisiert, welches zum Ziel hatte, die Teilnehmer mit Informationen, Anregungen und Tipps zum Rauchstopp zu bedienen und ihnen Unterstützungsmöglichkeiten und Methoden aufzuzeigen.
  
Das Seminar hatte 5 Themenschwerpunkte, die von verschiedenen sehr kompetenten Referenten aufgezeigt wurden. Den Anfang machte Dr. med. Ralph Sutter, Chefarzt Klinik Adelheid und Mitglied von «AtemZug»: Er berichtete eindringlich, aber ohne Horrorbilder, von den Auswirkungen von Nikotin und Tabakrauch. Die eindrücklichen Zahlen und Statistiken, die er präsentierte, wurden von den Teilnehmern interessiert aufgenommen und aufgrund der gestellten Fragen konnte man gut erkennen, dass manch einer ein «Aha-Erlebnis» hatte. Der 2. Vortrag wurde von Dr. Bruno Trüssel, eidg. dipl. Apotheker und Vorsitzender der Gesundheitskommission der Stadt Zug bestritten. Er erklärte verständlich die unterschiedlichen Nikotinersatzprodukte, wies eindringlich auf die Handhabung derselben hin und machte auf die Nebenwirkungen aufmerksam. Auch diesem Vortrag folgten interessierte Fragen von seiten der Seminar – Teilnehmer, die vor allem wissen wollten, warum man das offensichtlich schädliche Nikotin trotzdem zuführen soll …
  
Nach einer 20 – Minuten - Pause, in der sich alle mit Kaffee, Gipfeli und Früchten stärkten und das Gespräch mit den Referenten suchten, ging es weiter mit dem Thema: «Das Verlangen bezwingen, Freiheit gewinnen!». Frau Myrta Curiger, Beraterin in der Lungenliga Zug und Ex-Raucherin erzählte in aufmunternder und motivierender Art den Teilnehmern wie sie es geschafft hatte mit dem Rauchen aufzuhören und zeigte die verschiedensten unterstützenden Methoden des Rauchstopps auf. Immer wieder betonte sie, wie wichtig es ist, sich selbst in regelmässigem Abstand zu belohnen und zu motivieren.
  
Im Anschluss daran erklärte die Ernährungsberaterin Frau Barbara Brunner warum man während des Rauchstopps mit einer kleinen Gewichtszunahme rechnen muss und wie man eine übermässige Zunahme vermeiden kann. Eindrücklich informierte sie über den Fettgehalt der verschiedenen Lebensmittel und zeigte anhand von kleinen gefüllten Fläschchen, wieviel Fett wo drin ist. Auf diese Art und Weise erkannten alle schnell, wo die grossen Fettanteile versteckt sind, wie diese zu vermeiden sind und welche Komponenten zu einer ausgewogenen Ernährung gehören.

Langsam merkte man nun den Teilnehmer die geballte Ladung der Informationen an, so dass die praktischen Entspannungsübungen, die als nächstes auf dem Seminarplan standen, gerade recht waren. Frau Gabi Busslinger, Physiotherapeutin, leitete, mit sehr angenehmer Musikuntermalung, die Teilnehmer bei kleineren Übungen aus dem Bereich der Entspannungsmethode nach Jakobson an. Diese Übungen erwiesen sich als sehr wohltuend und man fühlte sich nach rund 20 Minuten wirklich wieder ausgeruhter und entspannter.
  
Der letzte Vortrag des Tages befasste sich mit alltagsgerechten Bewegungstipps, die ebenfalls sehr wichtig sind, um eine übermässige Gewichtszunahme zu vermeiden. Die Physiotherapeutin Frau Heidi Boksberger zeigte auf, wie man auch im normalen Alltag zu genügend Bewegung kommen kann ohne gleich Leistungssport zu betreiben. Interessant war auch die gezeigte Tabelle über den Kalorienverbrauch bei verschiedenen Tätigkeiten und Sportarten. Frau Boksberger betonte auch, wieviel Spass das Sporttreiben in einer Gruppe macht und dass auf diese Art das «Faulheitsteufelchen» keine Dominanz hat.  

Zum Abschluss des Seminars wurden an die Teilnehmer Informationsmäppli verteilt, die alle relevanten Broschüren, Adressen, Kursauschreibungen u.ä. enthielten. Aufgrund der schriftlichen Evaluation und auch der mündlichen Rückmeldungen wurde bestätigt, dass diese Art Veranstaltung im Bereich «Rauchstopp» bei den Teilnehmern ankommt und geschätzt wird. Dies ist für uns der Anreiz diesen Anlass im Herbst zu wiederholen und wir hoffen auf regen Zulauf.
  
Wir möchten es auch nicht versäumen allen Seminar-Teilnehmern für Ihr Kommen und ihre rege Beteilung zu danken.
  
Kerstin Gorges, Stellenleiterin Lungenliga Zug
   


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