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| Protokoll der GV 2005 | |||||
| PROTOKOLL der 120. ordentlichen Generalversammlung der vom Mittwoch, 22. Juni 2005 um 20.00 Uhr, in der Freizeitanlage Loreto, Zug Traktanden: 1. Protokoll der 119. GV vom 23.Juni 2004 2. Jahresbericht 2004 3. Jahresrechnung 2004, Bericht der Kontrollstelle 4. Entlastung des Vorstandes und der Rechnungsführer 5. Wahlen – Vorstand – Kontrollstelle 6. Jahresbeitrag 2005 (Vorschlag: Fr. 20.– unverändert) 7. Ausblick 8. Varia Nach einer musikalischen Einstimmung durch das Duo Edeldicht eröffnet die Präsidentin, Monika Gisler-Locher, die 120. Generalversammlung der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug. Sie freut sich, diese in einer der 15 Institutionen der GGZ abzuhalten. Die Freizeitanlage sei als Ort der Begegnung wie geschaffen für eine GV. Sie begrüsst darauf die Mitglieder, Freunde und Gönner der Gesellschaft, Vertreter der kantonalen und gemeindlicher Behörden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen GGZ-Werke und die Vertreter befreundeter Institutionen sowie Vertreter der Medien. Namentlich heisst sie ganz besonders Frau Landammann Brigitte Profos, die Kantonsratspräsidentin, Erwina Winiger Jutz, Stadtrat Andreas Bossard, Maria Speck als Vertreterin des Bürgerrates der Stadt Zug, sowie die früheren Präsidenten der GGZ, Dr. Paul Stadlin, Dr. Hansruedi Kühn und Dr. Ueli Scheidegger willkommen. Von der Kontrollstelle sind der Obmann, Hans Wadsack sowie Monika Leuthard und Annemarie Zehnder anwesend. Entschuldigt haben sich u. a. Regierungsrat Joachim Eder und Stadtpräsident Christoph Luchsinger. Die Vorsitzende stellt Beschlussfähigkeit fest. Die GV ist statutenkonform zweimal im Amtsblatt des Kantons Zug ausgeschrieben worden und die Traktandenliste entspricht den statutarischen Vorschriften. Anträge zur Ergänzung der Traktandenliste sind keine eingegangen. Als Stimmenzähler werden die Herren Zdenek Horak und Hans Schnider gewählt und das Protokoll erstellt Werner Ulrich. 1. Protokoll der 119. GV vom 23. Juni 2004 Das Protokoll konnte auf der Geschäftsstelle oder hier eingesehen werden. Der Vorstand der GGZ hat das Protokoll genehmigt. Die Präsidentin stellt den Antrag zur Zustimmung durch die Generalversammlung. Das Protokoll wird unter Verdankung an den Verfasser, Werner Ulrich, ohne Diskussion einstimmig gutgeheissen. 2. Jahresbericht 2004 Die Präsidentin hofft, dass alle den Jahresbericht 2004 erhalten haben und dass er gefällt. Die Klinik Adelheid, die GGZ-Arbeitsprojekte und der VTG Sennhütte haben für ihre Institutionen separate Jahresberichte erstellt. Bei Interesse können diese bei der Geschäftsstelle bezogen werden. Mit Freude berichtet Frau Gisler von einigen besonderen Vorkommnissen des Jahres 2004. Dazu werden auch einige Bilder projiziert. Allgemeines An der letzten Generalversammlung im Juni 2004 trat Dr. Ueli Scheidegger nach sieben Jahren als Präsident der GGZ zurück. Die GGZ musste sich von einem Präsidenten verabschieden, der sein Amt mit grosser Kompetenz, ausserordentlichem Engagement und viel Herzblut ausgeübt hat. Die Präsidentin freut sich sehr, dass er heute da ist und ist ihm dankbar, dass sie auf den guten Unternehmensstrukturen, die er geschaffen hat, aufbauen konnte und weiter werde aufbauen können. Die GGZ wurde am 29. September 2004 120 Jahre alt. Man ist glücklich, dass die GGZ heute sowohl ein grosser Verein, als auch ein erfolgreiches Sozialunternehmen ist. Man ist auch stolz, dass die GGZ in diesen vielen Jahren nicht nur gewachsen ist, sondern sich auch weiterentwickelt und immer wieder neuen Bedürfnissen anpasst hat. Zudem gebührt Dankbarkeit für die Unterstützung von vielen Mitgliedern und Gönnern. Die Doron-Preisverleihung im November 2004 war für die GGZ eine grosse Ehre. Dieser Preis wird seit 1986 an Gruppen oder Einzelpersonen verliehen, die sich durch aussergewöhnliche uneigennützige Leistungen hervor tun. Die GGZ als Preisträgerin findet sich in Gesellschaft von so illustren Organisationen wie «Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft» oder «Médecins sans Frontières». Die Freude ist gross über die finanzielle Unterstützung und diese ausserordentliche Anerkennung unserer Arbeit. Auch an dieser Stelle dankt die GGZ der Doron-Preis Stiftung ganz herzlich für dieses grossartige Geburtstagsgeschenk. Die Präsidentin gibt diese Anerkennung gerne weiter an alle Mitarbeiter/innen und alle ehrenamtlich Tätigen in den 15 Institutionen. Es sind dies 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf der strategischen Ebene der GGZ engagieren sich 70 Freiwillige unentgeltlich im Vorstand und in den Kommissionen. Auch im Jahre 2004 darf die Präsidentin von einer sehr guten Auslastung in allen Werken berichten. Dies sei ein klares Indiz für die ausgezeichneten Leistungen aller GGZ-Institutionen. Die GGZ hat in den neunziger Jahren mit den verschiedenen Arbeitsprojekten vom Kanton Aufgaben im Bereiche der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit übernommen. Der Kanton Zug will die Leistungsvereinbarungen mit allen externen Institutionen vereinheitlichen, wobei die Vereinbarungen mit der GGZ bereits erfolgreich abgeschlossen worden sind. Zusätzlich hat die GGZ für die Aufgaben der Lungenliga eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Zug abgeschlossen. Mit der Gemeinde Baar konnte die GGZ einen 10-jährigen Vertrag für den GGZ Recycling Service Baar abschliessen. In der Folge durfte dieser neue Räumlichkeiten beziehen und wird in den nächsten 10 Jahren an der Altgasse in Baar stellenlose Sozialhilfeempfänger/innen und Asylbewerber/innen beschäftigen. Am 3. November 2004 übergab die GGZ der Klinik Adelheid in Unterägeri den neuen wunderschönen und rollstuhlgängigen Spazierweg direkt neben der Klinik als Geschenk. Dieser 400 m lange «Widenweg» ermöglicht den Patienten einen erholsamen Spaziergang an herrlichster Lage mit Blick auf das Ägerital und die Berge. Aus den Institutionen Waldschule Horbach Die Waldschule Horbach ist eine IV-anerkannte Sonderschule mit Wocheninternat für Primarschüler mit POS/ADS und Teilleistungsschwächen. Die Neugestaltung des Finanzausgleiches und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen sieht vor, dass sich die IV aus der Finanzierung der Sonderschulen zurückzieht und diese den Kantonen überträgt. Die Waldschule Horbach hat bereits erste Schritte unternommen, um für die neue Situation gewappnet zu sein. So hat sie letztes Jahr erfolgreich ein Qualitätssicherungssystem eingeführt. Freizeitanlage Loreto und Volkshochschule Die Freizeitanlage Loreto/Volkshochschule Zug (FAL) ist ein Ort der Begegnung und Freizeitgestaltung. Die FAL freute sich über 3500 Besucher im Jahre 2004, die entweder Kurse besuchten, Vorträge genossen oder in den Werkstätten kreativ tätig waren. Im Herbst 2004 feierte die FAL ihren 35. Geburtstag mit einem grossen Fest mit tollen Attraktionen und vielen Gästen. Ein speziell erwähnenswertes Projekt in der Freizeitanlage Loreto ist die »Integrationsschule Light». Es ist ein Schulungsprojekt im Auftrag des Kantons für jugendliche Asylbewerber. Der Kanton gab der FAL den Auftrag, weil sie die optimalste Förderung für die jungen Ausländer anbot, nämlich die Fächer: Integration, Deutsch, Kreativität und Sport. GGZ Jugendprojekte Die GGZ Jugendprojekte organisieren Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche im Kanton Zug. Der Zuger Ferienpass ist zur Zeit das grösste GGZ Jugendprojekt. Er war auch im 2004 ein grosser Erfolg mit 394 verschiedene Anlässe wie Tauchen, Glas bearbeiten, Kräuter und Salben, Kinderflohmarkt, etc. 890 Kinder machten mit und wurden von 296 Freiwilligen betreut. Es waren vor allem spannende, unvergessliche Erlebnisse und wertvolle Erfahrungen für jedes «Ferienpasskind». Verein Therapeutische Gemeinschaft Sennhütte Die Sennhütte ist die einzige stationäre Institution für Drogenabhängige im Kanton Zug. Sie arbeitet in einem abstinenten Rahmen. Trägerschaften sind die GGZ und das Drogenforum. Die Sennhütte hat sich in der ganzen Schweiz einen sehr guten Namen geschaffen mit ihrem innovativen und erfolgreichen Therapiekonzept. Die Therapieplätze waren durchgehend besetzt und es gab ganz wenige Therapieabbrüche. Mit der Sennhütte bietet der Kanton ungefähr gleich viele Therapieplätze an, wie er für seine Drogenabhängigen in andern Kantonen benötigt. Die Platzierung ausserhalb des Kantons ist unumstritten wegen der Distanz zur Szene. Lungenliga Zug Die Lungenliga Zug ist eine Beratungsstelle für Betroffene von Lungenkrankheiten. In den Bereichen Asthma, Allergie und Rauchstopp bietet die Lungenliga Einzelberatungen an, und führt gesundheitsfördernde Kurse durch (z. B. Asthma-Schulung für Kinder auf der YELLOW – Das Zuger Lagerschiff). Die Finanzierung der Lungenliga gestaltet sich schwierig, weil die Bundesgelder immer spärlicher fliessen. Klinik Adelheid Die Klinik Adelheid ist eine Rehabilitations- und Nachbehandlungsklinik. Die vier Kernkompetenzen sind: Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, von Schädigungen des zentralen Nervensystems, von Lungenkrankheiten sowie von Patienten nach Operationen oder mehreren sich überlagernden Krankheiten. Mit 92% Auslastung wurde 2004 ein Spitzenwert erreicht. Dank des guten Rufs und ausserordentlicher Leistungen hat sich die Klinik im umkämpften Markt der Rehab-Kliniken über die Kantonsgrenzen hinweg einen ausgezeichneten Ruf geschaffen. GGZ Arbeitsprojekte Die GGZ Arbeitsprojekte sind Einrichtungen im Auftrag der Zuger Gemeinden für stellenlose Sozialhilfebezüger/innen. Sie konnten im Mai 2004 die ISO Zertifizierung erfolgreich abschliessen. Auch hat der Kantonsrat im Jahr 2004 der Weiterführung der GGZ Arbeitsprojekte zugestimmt. Die Arbeitsplatzentwicklung lässt wenig Hoffnung zu, dass in absehbarer Zeit auf berufliche Integrationsmassnahmen verzichtet werden kann. GGZ Recycling Service Baar Der GGZ Recycling Service Baar ist ein Beschäftigungsprojekt für Sozialhilfeempfänger/innen und Asylbewerber/innen. Er ist unter anderem bekannt für sein modernes Recycling von Ton- und Datenträgern und das beliebte Rösslitram zur Abfallentsorgung. GGZ Büroservice Der GGZ Büroservice erledigt diverse Büroarbeiten zu günstigen Preisen für Firmen und Private. GGZ Bauteil-Laden Zug Die Präsidentin empfiehlt einen Besuch im GGZ Bauteil-Laden Zug an der Feldstrasse 6. Man werde staunen, welche Fundgrube dies sei, wenn man z. B. eine gebrauchte, gut erhaltene Küchen– oder Badezimmereinrichtung benötige. YELLOW – Das Zuger Lagerschiff Die YELLOW – Das Zuger Lagerschiff war wieder für Lager und andere Anlässe während der warmen Jahreszeit fast voll ausgebucht. Über den Winter beherbergt das Schifft die Mittagsbeiz, resp. die Gassenküche im Auftrage der Drogenkonferenz GGZ Service Team Steinhausen Das GGZ Service Team Steinhausen vertreibt unter anderem die K-Lumets, die kleinen praktischen Anzündhölzer. Wer sie noch nicht kennt, sollte die Wunderdinger zum Anzünden unbedingt ausprobieren. Zuger Job-Börse Die Zuger Job-Börse als Non-Profit-Vermittlungsstelle vermittelte 2004 mehr als 56’000 Arbeitsstunden. Besonders erwähnenswert ist, dass im Jahr 2004 dadurch 10 Personen eine feste Stelle fanden. Fachstelle Berufsintegration Die Fachstelle Berufsintegration fördert die berufliche Integration von langfristig Stellenlosen. Sie arbeitet eng mit der Zuger Job-Börse zusammen. Zuger Neujahrsblatt Das Zuger Neujahrsblatt ist ein kulturell historisches Jahrbuch der Zuger Region. Das neueste Zuger Neujahrsblatt trägt den Titel «Zug Mobil». Es ist spannend, wie vielfältig das Thema «Mobilität» im Jahrbuch angegangen wird: philosophisch, literarisch, wissenschaftlich und auch satirisch. Zu diesem Buch gab es ein Novum, den Film «Zug bewegt sich». Die Vernissage des Neujahrsblattes wurde mit der Präsentation dieses Filmes zu einem richtigen «Zuger Event». Das Buch und der Film sind weiterhin erhältlich. Die Präsidentin bedankt sich bei all jenen, die zu den guten Resultaten im Jahr 2004 beigetragen haben – bei den Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern, bei den Kolleginnen und Kollegen vom Vorstand und den Kommissionen, die ehrenamtlich tätig sind, bei den Mitgliedern und Gönnern und auch bei den kantonalen und kommunalen Behörden. Das gute Zusammenwirken all dieser Kräfte ist ein Markenzeichen der GGZ und hat aus der Gesellschaft auch im vergangenen Jahr eine starke Institution gemacht. Zum Jahresbericht wird keine Diskussion gewünscht und er wird einstimmig genehmigt. 3. Jahresrechnung 2004 Die Präsidentin bitte den Präsidenten der Finanzkommission, die Rechnung kurz zusammen zu fassen. Walter Weber erläutert die Rechnung 2004 und erklärt, dass die Finanzkommission der GGZ die Verantwortung dafür trage, dass die Mittel richtig eingesetzt werden. Man sei zu grosser Sorgfalt verpflichtet. Dazu würden u. a. ein Controlling, Budgets und Hochrechnungen eingesetzt. Die geplante Rechnungslegung nach FER 21 werde die Transparenz noch erhöhen. Zur Rechnung werden keine ergänzenden Erklärungen verlangt. Bericht der Revisoren Der Revisionsbericht ist im Jahresbericht abgedruckt. Der Obmann der Revisoren, Hans Wadsack, erklärt, dass die Revisoren die Jahresrechnungen der einzelnen Institutionen und der Gesamtorganisation geprüft haben. Die Bücher seien einwandfrei geführt. Er empfiehlt der GV, die Rechnung zu genehmigen. Die Jahresrechnung wird von der Generalversammlung einstimmig angenommen. 4. Entlastung des Vorstandes und der Rechnungsführer Ohne Gegenstimme werden der Vorstand, die Geschäftsstelle sowie die Rechnungsführer entlastet. Danke! Die Präsidentin, Monika Gisler-Locher bedankt sich herzlich: – bei allen Mitgliedern, Gönnern und privaten Institutionen für ihre finanzielle Unterstützung und für ihr Interesse gegenüber der GGZ, – bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Werken und Institutionen für ihren grossen Einsatz und die erbrachten Leistungen, – bei den 70 freiwillig tätigen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand und in den Kommissionen für ihre freiwillige, unentgeltliche, aber auch äusserst kameradschaftliche Zusammenarbeit, – bei der Geschäftsstelle für die tadellose administrative und organisatorische Unterstützung, – bei den diversen Stellen in den kantonalen und gemeindlichen Ämtern für die konstruktive und angenehme Zusammenarbeit. 5. Wahlen: Vorstand und Revisionsstelle Die Präsidentin erklärt, dass auf diese GV hin die zwei Vorstandsmitglieder Eusebius Spescha und Dr. Beat Wicky ihren Rücktritt erklärt haben. Eusebius Spescha ist seit 18 Jahren im Vorstand der GGZ und seit 10 Jahren Präsident der GGZ Arbeitsprojekte. Dr. Beat Wicky ist seit 10 Jahren im Vorstand der GGZ und während der ganzen Zeit Präsident der Neujahrsblatt-Kommission. Verabschiedung Eusebius Spescha Die Laudatio für Eusebius Spescha hält der frühere Präsident der GGZ, Hansruedi Kühn: |
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