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| Zeitgemäss gelebte Gemeinnützigkeit | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 120. Generalversammlung, 22. Juni 2005, Freizeitanlage Loreto, Löbernstrasse, Zug An der Generalversammlung der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ) in der Freizeitanlage Loreto wurde inbesondere ein Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr getätigt und die 15 Institutionen der GGZ konnten viele Dankesworte der Präsidentin, Monika Gisler-Locher, entgegennehmen. Der Verein GGZ ist seit 121 Jahren im Kanton Zug verankert und ist heute ein modernes Unternehmen mit 261 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 GGZ Institutionen und 70 ehrenamtlich Tätigen im Vorstand und in den Kommissionen. Rückblick auf ein bewegtes und erfolgreiches Jahr Am 29. September 2004 wurde die GGZ 120 Jahre alt. Die Präsidentin freut sich über das Jubiläum mit den Worten: «Wir sind stolz, dass die GGZ in diesen vielen Jahren nicht nur gewachsen ist, sondern sich auch weiterentwickelt hat und sich immer wieder neuen Bedürfnissen anpassen konnte. Und wir sind dankbar, dass wir nach wie vor auf die Unterstützung von unseren vielen Mitgliedern und Gönnern zählen dürfen.» Der Gemeinnützigen Gesellschaft gehören 1611 Mitglieder an sowie eine grosse Zahl Gönner und Sponsoren sowie Legatgeber und Stiftungen, welche den Verein GGZ finanziell unterstützen. Im November 2004 konnte zudem die GGZ den Doron-Preis in Empfang nehmen. Ein begehrter Preis, verliehen von der Schweizerischen Doron Stiftung, der seit 1986 an Gruppen oder Einzelpersonen verliehen wird, die sich durch aussergewöhnliche uneigennützige Leistungen hervortun. Am 3. November 2004 übergab die GGZ der Klinik Adelheid in Unterägeri den Widenweg als Geschenk. Dieser 400 m lange Weg ermöglicht den Patienten einen erholsamen Spaziergang an herrlichster Lage mit Blick auf das Aegerital. Auch im Jahre 2004 kann die GGZ von einer sehr guten Auslastung in allen Werken berichten. Dies ist ein klares Indiz für die ausgezeichneten Leistungen aller GGZ-Institutionen. Rückblick auf die unterschiedlichen Tätigkeiten der 15 GGZ- Werke Die Waldschule Horbach, eine IV-anerkannte Sonderschule mit Wocheninternat für Primarschüler mit POS/ADS und Teilleistungsschwächen, war im letzten Jahr mit Finanzierungsfragen beschäftigt. Die Neugestaltung des Finanzausgleiches und der Aufgabenteilung zwischen Bund sieht vor, dass sich die IV aus der Finanzierung der Sonderschulen zurückzieht und diese den Kantonen überträgt. Die Waldschule Horbach hat in Folge dessen im letzten Jahr erfolgreich ein Qualitätssicherungs-System eingeführt. Rund 3500 Teilnehmerinnen und –teilnehmer nahmen im Jahr 2004 an verschiedensten Kursen, Vorträgen in der Freizeitanlage Loreto/Volkshochschule Zug, ein Ort der Begegnung und Freizeitgestaltung, teil. Auch waren die eigenen Werkstätten sehr gut besucht. Das in der Freizeitanlage Loreto durchgeführte Projekt «Integrationsschule Light», ein Schulungsprojekt im Auftrag des Kantons für jugendliche Asylbewerber, hat grossen Erfolg mit dem Angebot optimalste Förderung für die jungen Ausländer anzubieten. Die Fächer: Integration, Deutsch, Kreativität und Sport haben regen Zulauf. Das jüngste Werk der GGZ, die GGZ Jugendprojekte organisieren Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche im Kanton Zug und das bekannteste Projekt ist der Zuger Ferienpass. Dieser war auch im letzten Jahr ein grosser Erfolg: 394 verschiedene Anlässe vom Tauchen, über das Glas bearbeiten, über Kräuter und Salben bis zum Kinderflohmarkt konnten angeboten werden. 890 PrimarschülerInnen besuchten den Zuger Ferienpass während den drei Wochen. 296 Freiwillige haben die Betreuungsarbeit wahrgenommen. Der Verein Therapeutische Gemeinschaft Sennhütte, die einzige stationäre Institution für Drogenabhängige im Kanton Zug, hat sich in der ganzen Schweiz mit ihrem innovativen und erfolgreichen Therapiekonzept einen sehr guten Namen gemacht. Die Therapieplätze waren durchgehend mit rund 9 Personen besetzt und es gab wenige Therapieabbrüche. Auf der Warteliste stehen jährlich rund 45 Personen. Die Lungenliga Zug, eine Beratungsstelle für Betroffene von Lungenkrankheiten, setzt sich für Asthma, Allergie und Rauchstopp ein. Die Lungenliga bietet Einzelberatungen an, sie führt gesundheitsfördernde Kurse durch (z. B. Asthma-Schulung für Kinder auf der «Yellow») und engagiert sich in der Tabakprävention. Die Finanzierung der Lungenliga gestaltet sich schwierig, weil die Bundesgelder immer spärlicher fliessen. Die Klinik Adelheid AG in Unterägeri, eine Rehabilitations- und Nachbehandlungsklinik, ist auf vier Kernkompetenzen spezialisiert: Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, von Schädigungen des zentralen Nervensystems, von Lungenkrankheiten sowie von Patienten nach Operationen oder mehreren sich überlagernden Krankheiten. Mit 92 % Auslastung wurde 2004 ein Spitzenwert erreicht. Dank des guten Rufs und ausserordentlicher Leistungen hat sich die Klinik im umkämpften Markt der Reha-Kliniken über die Kantonsgrenzen hinweg einen ausgezeichneten Ruf geschaffen. Das Zuger Neujahrsblatt, das kulturell historische Jahrbuch der Zuger Region, trug den Titel «Zug Mobil». Das Thema «Mobilität» wird auf verschiedenste Weisen beschrieben: philosophisch, literarisch, wissenschaftlich und auch satirisch. Soziales Engagement – wichtiger denn je Die sechs GGZ Arbeitsprojekte wurden im letzten Jahr ISO zertifiziert. Einer Weiterführung der Projekte für stellenlose Sozialhifebezügerinnen und –bezüger hat der Kantonsrat im 2004 zugestimmt. Die Arbeitsplatzentwicklung lässt wenig Hoffnung zu, dass in absehbarer Zeit auf berufliche Integrations-Massnahmen verzichtet werden kann. Der GGZ Recycling Service Baar ist Beschäftigungsprojekt sowohl für Sozialhilfeempfänger/innen und Ausgesteuerte als auch für Asylbewerber/innen. Tätigkeiten sind: Rössli-Tram, Sammelstellen-Betreuung, CD-Recycling, Papierfraktionierung, Secondhand-Laden, Wäscherei, Vermietung von Aktionszelt, Infrastrukturen und Geschirrmobil, Schachtelbörse, Betreuung des Kräuter- und Rosengartens in Zug, Bio-Garten, Arbeiten in der Landschaftspflege und Kantine, Produktion von K-Lumets und Betreuung der Veloverleihen Zug und Baar. Der GGZ Büroservice erledigt für Organisationen, Firmen und Private: Mailings, Adressverwaltungen, Administrationsarbeiten, Produktion von Buttons, Kopieraufträge usw. und konnte ebenfalls ein umsatzstarkes Jahr verzeichnen. Der Bauteil- Laden an der Feldstrasse in Zug gilt als wahre Fundgrube. Der GGZ Bauteil-Laden hat zum Ziel, noch brauchbares Material der Wiederverwertung zuzuführen. Daneben konnten für das Brockenhaus rund 650 Fahraufträge und im Bereich der Entsorgung rund 230 Fahraufträge ausgeführt werden. Das Lagerschiff Yellow hat eine erfolgreiche Saison sich. Während der Sommermonate war das Schiff fast hundertprozentig ausgelastet. Die Yellow führt zudem im Auftrag der Drogenkonferenz eine sogenannte Gassenküche: In den Wintermonaten auf der Yellow, im Sommer in der Jugendbeiz Podium 41. Die «MittagsBeiz» erweist sich für Drogenabhängige und andere Suchtkranke, Armutsbetroffene und weitere Menschen in speziellen Situationen als ein sehr hilfreiches Angebot. Ergänzt wird das Angebot durch die Gratisabgabe von Lebensmitteln für Sozialhilfeempfänger/innen in Verbindung mit der nationalen Organisation «Tischlein-deck-dich». Beim GGZ Service Team Steinhausen stehen im Zentrum der Beschäftigung Werkstattarbeiten: Bücherfraktionierung, Bestückung des Bücherbusses, Produktion von K-Lumets, Versandarbeiten für die Gemeinde Steinhausen und Fraktionierungsarbeiten. Die Zuger Job-Börse, die Non-Profit-Vermittlungsstelle, vermittelte 2004 mehr als 56'000 Arbeitsstunden. 10 Personen konnten über die Zuger Job-Börse eine Festanstellung finden. Die Fachstelle Berufsintegration wurde im Auftrag des Kantons Zug ins Leben gerufen. Sie fördert die berufliche Integration von langfristig Stellenlosen und arbeitet eng mit der Zuger Job-Börse zusammen. In allen fünf Beschäftigungsprojekten arbeiteten im vergangenen Jahr 300 Personen (davon 68 AsylberwerberInnen). Die Auslastung in den GGZ Arbeitsprojekten war sehr hoch. Mutationen und Wiederwahl im Vorstand der GGZ Die beiden langjährigen Vorstandsmitglieder, Dr. Beat Wicky (Präsident Neujahrsblatt-Kommission ) und Eusebius Spescha (Alt-Stadtrat von Zug und Betriebskommissionspräsident GGZ Arbeitsprojekte) haben ihren Rücktritt erklärt. Beide Mitglieder wurden ehrenvoll gewürdigt und verabschiedet. Für das Präsidium der Arbeitsprojekte werden die Gemeinderätin von Neuheim, Theres Arnet, und für das Präsidium des Zuger Neujahrsblatts, die Anwältin, Irene Castell unter Akklamation gewählt. Wiedergewählt wurden auch die Vorstandsmitglieder Gabriela Grimm Zwicky seit 1997 im Vorstand und Präsidentin der GGZ Jugendprojekte, Pius Lütolf, seit 1987 im Vorstand, Präsident des Verwaltungsrates der Klinik Adelheid AG und Walter Weber, seit 2002 im Vorstand, Präsident der Finanzkommission und Präsident der Baukommission Klinik Adelheid. Auch die Mitglieder der Kontrollstelle Peter Fischer, Monika Leuthard, Evi Oehler und Annemarie Zehnder wurden bestätigt. Wechsel gibt es auch im Verwaltungsrat der Klinik Adelheid AG. Dr. Ueli Scheidegger ist an der GV der Klinik Adelheid AG vom 31. Mai 2005 als Verwaltungsrat zurückgetreten und die Präsidentin der GGZ, Monika Gisler-Locher, übernimmt diesen Sitz. Die Verabschiedung und Wiederwahlen wurden vom Duo Edeldicht (Carmen Oswald und Flavia Vassella) mit Witz, Charme und Ironie begleitet. Kernthema 2005: Kommunikation Das Thema Kommunikation wird die GGZ in diesem Jahr besonders beschäftigen, denn der Vorstand ist sich einig, dass eine gute Kommunikation für die langfristige Existenz der GGZ von entscheidender Bedeutung ist. Die GGZ möchte intern wie extern als verantwortungsvoller, fairer, offener und politisch unabhängiger Partner wahrgenommen werden. Als erster Schritt wird das in der PR-Kommission der GGZ erarbeitete Kommunikationskonzept umgesetzt und im Herbst 2005 wird ein Strategietag unter der Leitung einer Organisationsberaterin durchgeführt. Als weiterer Höhepunkt 2005 steht die Gesellschaftsversammlung der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) am 8. Juni 2006 in Unterägeri bevor. Es werden Gäste aus der ganzen Schweiz erwartet.
Jahresbericht 2004 Hintergrundinfos: Die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ) besteht seit 1884. Der Verein fühlt sich einer zeitgemässen Gemeinnützigkeit verpflichtet. Über viele Jahrzehnte hat die GGZ verschiedene Werke und Institutionen im Kanton Zug aufgebaut. Sie hat diese laufend dem Wandel der Zeit angepasst und mit neuen Aufgaben betraut. In jüngster Zeit sind Werke dazugekommen, die sich den Bedürfnissen und Nöten (GGZ Arbeitsprojekte) von heute annehmen. Die GGZ ist privatwirtschaftlich organisiert und wird ehrenamtlich geführt. Sie betreibt mit 261 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (164 Stellen) insgesamt 15 Institutionen in den Bereichen Gesundheit, Jugend, Bildung, Soziale Hilfe und Kultur. Zudem fördert sie finanziell andere unterstützenswürdige Projekte und Ideen. Als bedeutendes lokales Sozialwerk leistet die GGZ somit einen wichtigen Beitrag für die Volkswohlfahrt im Kanton Zug. Eine wirkungsvolle gemeinnützige Tätigkeit ist nur möglich mit einem kombinierten Einsatz von Freiwilligenarbeit (70 ehrenamtlich Tätige auf strategischer Ebende) und finanziellen Mitteln. Für die Realisierung neuer Projekte sind auch immer wieder zusätzliche Mittel erforderlich. Nur mit Unterstützung einer grossen Gönnerschaft und Mitglieder kann die GGZ ihre Aufgaben erfüllen. |
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