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| Rückblick und Ausblick – Jahresbericht 2004 | |||||
![]() Sehr verehrte Mitglieder, Freundinnen und Freunde der GGZ Wissen Sie, dass die GGZ im Jahre 2004 ihren 120. Geburtstag gefeiert hat? Am 29. September 1884 wurde die GGZ im Gasthaus Adler in Allenwinden von 16 Zugern gegründet. Die Gründung der GGZ wurde durch die damalige wirtschaftlich schwierige Situation ausgelöst. Weil der junge Bundesstaat nicht über genügend Mittel für soziale Aufgaben verfügte, erachteten die Gründer private Initiative als notwendig. Die junge GGZ setzte sich vor allem für die unbemittelten Kranken, speziell die chronisch kranken Kinder, für die Förderung der Gesundheit und der Schulbildung sowie für die Integration von entlassenen Sträflingen ein. Soziale Verantwortung und Solidarität gegenüber Benachteiligten bestimmen den Einsatz der GGZ bis heute. Auch im Jahre 2004 engagierte sich die GGZ erfolgreich mit ihren 15 Institutionen für die Bewohner unserer Region. Es ist für die GGZ eine grosse Ehre, dass sie zu ihrem 120. Geburtstag den Doron-Preis erhielt. Dieser Preis wird an Gruppen oder Einzelpersonen verliehen, die sich durch aussergewöhnliche, uneigennützige Leistungen hervortun. In der Preisurkunde vom 10. November 2004 steht: «Die Schweizerische Doron-Preis Stiftung verleiht den Doron-Preis 2004 an die GGZ als ein Sozialwerk mit 120-jähriger Erfolgsgeschichte in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Jugend, Bildung und Kultur. Die Würdigung richtet sich insbesondere an die zahlreichen Mitglieder des Vorstandes und der Fach- kommissionen, die ihre Zeit und Expertise unentgeltlich zur Verfügung stellen.» Wir freuen uns sehr über die finanzielle Unterstützung und diese ausserordentliche Anerkennung unserer Arbeit. Auch an dieser Stelle danken wir der Doron-Preis Stiftung ganz herzlich für dieses grossartige Geburtstagsgeschenk. Mit grosser Freude erzählen wir in diesem Jahresbericht von der Arbeit der verschiedenen Institutionen, legen Ihnen die Jahresrechnungen vor und nennen gerne unsere vielen Gönner, ohne die wir unsere Dienstleistungen nicht erbringen könnten. Wiederum dürfen wir von einer sehr guten Auslastung in allen Werken berichten. Dies ist ein klares Indiz für die ausgezeichneten Leistungen aller GGZ-Institutionen. In den 15 verschiedenen Institutionen waren Ende 2004 insgesamt 261 Mitarbeiter tätig, 178 allein in der Klinik Adelheid. Die Gesamtleitung dieser Werke obliegt zu einem wesentlichen Teil ehrenamtlich Tätigen. 70 Freiwillige haben hierfür vielseitige Berufserfahrung und wertvolles Fachwissen unentgeltlich eingebracht. Von Mitgliedern, Gönnern, Legatgebern und Stiftungen erhielten wir wiederum grosszügige Spenden und Beiträge, die wir herzlich verdanken. Sie erlauben uns, unsere Werke in Betrieb zu halten und Projekte gezielt zu unterstützen. Welches waren die speziellen Ereignisse des vergangenen Jahres? An der Generalversammlung im Juni 2004 trat Dr. Ueli Scheidegger nach sieben Jahren als Präsident der GGZ zurück. Die GGZ musste sich von einem Präsidenten verabschieden, der sein Amt mit grosser Kompetenz, ausserordentlichem Engagement und viel Herzblut ausgeübt hat. Während seiner Präsidialzeit hat sich die GGZ positiv weiterentwickelt. Sein oberstes Ziel war es, im Sinne einer zeitgemässen Gemeinnützigkeit das Wirken der GGZ den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Zur Erreichung dieses Ziels hat er die Führungsstruktur der GGZ, die ja eine Milizorganisation ist, optimiert. Er hat sich besonders für einen kleinen Verwaltungsaufwand stark gemacht, damit die Geldmittel, die der GGZ gespendet werden, möglichst vollumfänglich unseren Institutionen zugute kommen. Sein finanzpolitisches Credo war: «Nur mit Sparsamkeit und Kostenverantwortung werden unsere Geldquellen nicht versiegen und wird die Erfüllung unserer gemeinnützigen Tätigkeit auch in Zukunft möglich sein.» Wir danken Ueli Scheidegger ganz herzlich für seine grosse Arbeit zum Wohle unserer GGZ. Ich freue mich, diese verantwortungsvolle Aufgabe mit der Unterstützung eines kompetenten Vorstandes weiterführen zu dürfen. An der Generalversammlung 2004 wurden Beat Wicky, Andrea Erni, Ursula Issler und Corinna Müller als Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Ebenfalls wurde Hans Wadsack als treuer Obmann der Revisionsstelle in seinem Amt bestätigt. Die GGZ hat in den neunziger Jahren mit den verschiedenen Arbeitsprojekten vom Kanton Aufgaben zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit übernommen. Der Kanton Zug möchte diese Leistungsvereinbarungen jetzt vereinheitlichen. Gerne erwähnen wir, dass einige Leistungsvereinbarungen zwischen dem Kanton Zug und der GGZ erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Mit der Gemeinde Baar konnte die GGZ ebenfalls ein wichtiges Vertragswerk abschliessen. Der GGZ Recycling Service Baar wird in den nächsten 10 Jahren in den neuen Räumlichkeiten an der Altgasse 46b in Baar stellenlose Sozialhilfeempfänger und Asylbewerber beschäftigen. Am 3. November 2004 übergab die GGZ der Klinik Adelheid in Unterägeri den Widenweg als Geschenk. Dieser 400m lange Weg neben der Klinik ermöglicht den Patienten und Besuchern einen erholsamen Spaziergang an herrlichster Lage mit Blick auf das Ägerital und in die Berge. Auch in den Institutionen gab es viele Höhepunkte: – Der VTG SENNHÜTTE hatte eine hohe Belegung und nur wenig Therapieabbrüche. – Die ausgezeichnete Entwicklung des Geschäftsganges der Klinik Adelheid zeigt, dass unsere Rehabilitationsklinik im hart umkämpften Markt akzeptiert ist. – Alle GGZ Arbeitsprojekte erhielten die ISO-Zertifizierung. – Die Waldschule Horbach hat ebenfalls erfolgreich ein Qualitätssicherungssystem eingeführt. – Jugendprojekte: Der Ferienpass war wieder ein grosser Erfolg. – Die Freizeitanlage Loreto/Volkshochschule Zug feierte ihr 35-jähriges Jubiläum. – Die Lungenliga war in der Tabakprävention erfolgreich. – Das Zuger Neujahrsblatt 2005 mit dem Thema «ZUG MOBIL» weckte enormes Interesse bei der Zuger Bevölkerung. Die Vernissage mit Film wurde zu einem Zuger Event. Wir bedanken uns bei all jenen, die zu den guten Resultaten im Jahr 2004 beigetragen haben – bei den Mitarbeitern und ehrenamtlich Tätigen innerhalb der GGZ, bei unseren Mitgliedern und Gönnern und auch bei den kantonalen und kommunalen Ämtern. Das gute Zusammenwirken all dieser Kräfte ist ein Markenzeichen der GGZ und hat aus unserer Gesellschaft auch im vergangenen Jahr eine starke Institution gemacht. Wir sind uns der grossen Verantwortung der GGZ für die Zukunft bewusst: Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern in 15 verschiedenen Institutionen, Verantwortung gegenüber 1611 Mitgliedern, Verantwortung für viele Spendengelder und Mitverantwortung für die Bevölkerung unseres Kantons Zug. Monika Gisler-Locher, Präsidentin (Aus dem Jahrebericht 2004) |
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