Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ)
Jahresbericht 2005 der GGZ Arbeitsprojekte
  
Hohe Auslastung, gutes Ergebnis
und strukturelle Veränderungen

  
Was durch die Wirtschaftskrise anfangs der neunziger Jahr nötig wurde, ist aus den Angeboten für Stellenlose nicht mehr wegzudenken: Die Arbeitsprojekte der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ). Als erstes Projekt startete 1995 die Zuger Job-Börse. Nach und nach kamen die Projekte GGZ Recycling Service Baar, das Yellow-Lagerschiff, der GGZ Bauteil-Laden, das GGZ Service-Team Steinhausen, der GGZ Büro-Service und im Jahre 2002 wurde die Fachstelle für Berufsintegration gegründet. Im Jahre 2003 wurden die GGZ Arbeitsprojekte nach ISO 9001:2001 zertifiziert.
  
Operatives Ergebnis
  
Die Notwendigkeit von Arbeitsintegrationsmassnahmen hat sich im vergangenen Jahr einmal mehr bestätigt. Mit dem Wegfallen oder der Auslagerung von niederschwelligen Arbeitsplätzen und/oder der fehlenden Betreuung am Arbeitsplatz von schwierigen Persönlichkeiten, sind die Arbeitsprojekte umso wichtiger geworden.
In den Beschäftigungsprojekten der GGZ Arbeitsprojekte war eine permanente Vollauslastung mit Warteliste zu verzeichnen. Ebenso zugenommen haben die Fallzahlen bei der Fachstelle Berufsintegration, welche viel mehr Fälle bearbeitet hat, als in der Leistungsvereinbarung mit dem Kanton vorgesehen ist. Eine deutliche Steigerung erreichte auch die Zuger Job-Börse, welche in ihrem 10-jährigem Jubiläumsjahr, eine Rekordvermittlungsquote erzielte.
  
Auch im vergangen Jahr ist es wieder gelungen vielen Menschen den Anschluss an den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Langzeitarbeitslose, welche auf Grund der hohen Anforderungen und zum Teil auch wegen persönlichen Defiziten und mangelnden Qualifikationen kaum einen Weg zurück in den Arbeitsmarkt finden werden. Für diese Menschen ist es wichtig, eine Beschäftigungs-möglichkeit und damit eine geregelte Tagesstruktur zu haben, welche ihnen soziale Kontakte ermöglicht und zur Stabilisierung ihrer persönlichen Situation beiträgt.
  
Mit den Produkten und Dienstleistungen konnten im Jahr 2005 Einnahmen von über 1,26 Millionen Franken erzielt werden. Zum guten Ergebnis beigetragen haben auch die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche vorübergehend in den Arbeitsprojekten beschäftigt waren. Die positive Bilanz ist sehr erfreulich, denn diese Einnahmen decken doch rund ein Drittel der anfallenden Kosten und entlasten damit Kanton und Gemeinden vor höheren Aufwendungen. Auch das Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2000 hat sich bewährt und wird permanent weiterentwickelt. Das jährliche Aufrechterhaltungsaudit wurde erfolgreich erfüllt.
  
Personelles
  
Der Mitarbeiterbestand (Leitung der GGZ Arbeitsprojekte) blieb im Berichtsjahr weitgehend stabil bei 22 Personen (18,5 Vollstellen). Vier Neueintritte und drei Austritte waren zu verzeichnen. Zudem fand ein Leitungswechsel im Projekt Yellow-das Zuger Lagerschiff statt. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben während des Jahres Weiterbildungskurse besucht oder eine berufsbegleitende Ausbildung begonnen. Die jährlich erhobene Mitarbeiterzufriedenheit liegt bei einem guten Durchschnittswert von 90%.
  
Künftige Entwicklung
  
Die Erholung des Arbeitsmarktes wird vor allem für die Klientinnen und Klienten wenig positive Auswirkungen haben. Einigen wird es zwar gelingen wieder Anschluss zu finden, andere werden aber dauernd auf Beschäftigungsplätze, Beratungs-, Coaching- und Vermittlungsangebote angewiesen sein. In den neu eingeführten SKOS-Richtlinien wird der beruflichen und sozialen Integration viel Bedeutung beigemessen. Die GGZ Arbeitsprojekte versuchen in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden das Angebot auszubauen, damit die Mitwirkungspflicht von stellenlosen Sozialhilfebezügern nach den neuen SKOS-Richtlinien erfüllt und überprüft werden kann. Ein besonderes Augenmerk wird auf die interinstitutionelle Zusammenarbeit gerichtet, da in diesem, von der Fachstelle Berufsintegration geführten Pilotprojekt, positive Erfahrungen gesammelt werden konnten.
  
Strukturelle Veränderungen
  
Mit der gestiegenen Nachfrage nach Beschäftigungsplätzen sind bei den GZZ Arbeitsprojekten Engpässe vor allem für Plätze im Bürobereich entstanden. So wurde das Angebot an Büroarbeitsplätzen von 12 auf 16 Plätze ausgeweitet. Seit April 2006 wird, unter der Leitung von Nicolett Theiler Gutmann, auch das bisherige Büro-Dienstleistungsangebot um Projekt- und Eventorganisationen ausgeweitet.
  
Mehr Informationen zu den GGZ Arbeitsprojekten
unter www.ggz.ch/arbeitsprojekte
  
Die GGZ Arbeitsprojekte sind Institutionen der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ). Die GGZ trägt seit 1884 die Verantwortung für das Gedeihen zahlreicher wichtiger Institutionen im Gesundheits-, Jugend- und Bildungswesen sowohl kultureller und sozialer Werke. Sie ist ein traditionsreiches, gutverwurzeltes Sozialwerk, das ausschliesslich im Kanton Zug tätig ist und heute 14 Institutionen führt. In ihrer Tätigkeit wird sie vom Kanton, Stadt und den Gemeinden unterstützt. Die GGZ ist privatwirtschaftlich organisiert und wird ehrenamtlich geführt. Die wichtigste Einnahmequelle sind Gönner-, Mitgliederbeiträge und Spenden nebst finanzieller Unterstützungen des Kantons Zug, der Stadt Zug, der Gemeinden und Sponsoren.
  
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