Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ)
  
   Mit einer guten Kommunikation …

121. Generalversammlung 2006 in Baar

Am Donnerstagabend, 22. Juni 2006, fand in den Räumen des GGZ Recycling Service in Baar die 121. GV der GGZ statt. Auf Plakaten wurde die vielfältige Tätigkeit der GGZ und ihrer Institutionen vorgestellt. Hier der Bericht (Traktandum 2) der Präsidentin, Monika Gisler-Locher:
  
Ich hoffe, dass Sie alle den Jahresbericht 2005 erhalten haben und möchte gerne nur kurz auf einige wichtige Punkte des letzten GGZ Jahres eingehen. Die Klinik Adelheid, die GGZ-Arbeitsprojekte und die Fachinstitution für Suchttherapie, die Sennhütte, haben für ihre Institutionen separate Jahresberichte erstellt. Sie können diese gerne bei unserer Geschäftsstelle beziehen.
  
Die Auslastung der Institutionen ist sehr erfreulich, was Ausdruck der hohen Akzeptanz und der ausgezeichneten Leistungen aller Werke ist. Weniger erfreulich ist momentan die finanzielle Situation unserer Gesellschaft. Unser Finanzchef, Walter Weber, wird Sie unter Traktandum 3 informieren.
  
In unseren Institutionen waren Ende 2005 insgesamt 258 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, 180 allein in der Klinik Adelheid. Die Gesamtleitung dieser Werke liegt in der GGZ zu einem wesentlichen Teil bei ehrenamtlich Tätigen. 70 Freiwillige setzen ihre vielseitige Berufserfahrung und ihr wertvolles Fachwissen unentgeltlich für die GGZ ein.
  
Kommunikation – diesem wichtigen Thema widmete sich die GGZ im Jahre 2005 vertieft. Wir wollten die interne und externe Kommunikation überprüfen und verbessern, weil wir überzeugt sind, dass wir nur mit einer guten Kommunikation die langfristige Existenz der GGZ sicherstellen können. Mit unserm Kommunikationskonzept haben wir jetzt ein ausgezeichnetes Hilfsmittel zur Hand haben, damit gute Kommunikation in der GGZ wirklich gelebt wird.
  
In Zusammenarbeit mit den Geschäftsführer/innen hat der Vorstand im 2005 ein GGZ Personalreglement geschaffen, sodass die Mitarbeiter/innen der GGZ unter den gleichen fortschrittlichen Bedingungen arbeiten können. Einzig die Klinik Adelheid und die Sennhütte haben aus rechtlichen Gründen ihr eigenes Personalreglement.
  
Die Klinik Adelheid und damit die GGZ als Besitzerin der Liegenschaft waren vom Unwetter im August 2005 sehr stark betroffen. Massive Erdrutsche in unmittelbarer Nähe erforderten eine Evakuation der Patienten. Die Klinik meisterte diese Krisensituation ausgezeichnet. Wir sind dankbar, dass weder Menschen betroffen waren noch die Klinik beschädigt wurde. Aber der finanzielle Schaden für die GGZ und die Klinik ist gross.
  
Doch auch viel Positives prägte das Jahr 2005 in den Institutionen:
  
Die Waldschule Horbach, eine IV-anerkannte Sonderschule mit Wocheninternat für Primarschüler mit Verhaltenauffälligkeiten, Lernstörungen und Teilleistungsschwächen fördert die ihr anvertrauten Kinder sehr individuell. Und sie betreibt intensiv Organisationsentwicklung unter dem Motto «Horbach 2010». Sie will für die Zukunft gewappnet sein. Das Sonderschulwesen ist stark im Umbruch und die neue Finanz- und Ausgabenordnung (NFA) wird andere Zuständigkeiten und eine andere Finanzierung der Sonderschulen zur Folge haben.
  
Die Freizeitanlage Loreto/Volkshochschule Zug. Dort sind Sie alle herzlich eingeladen. Sie können an einem spannenden Kurs teilnehmen oder Sie können in der Holz, Metall- oder Tonwerkstatt kreativ tätig sein.
  
Die GGZ Jugendprojekte organisieren Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche im Kanton Zug.
  
Der Zuger Ferienpass ist zur Zeit das grösste GGZ Jugendprojekt. 783 Kinder freuten sich über 395 verschiedene attraktive Freizeitangebote während der Sommerferien. Und jetzt warten sie schon sehnlichst auf den Ferienpass 2006.
  
Kennen Sie die Sennhütte oberhalb des Blasenbergs? – Die Sennhütte ist die einzige stationäre Fachinstitution für Suchttherapie von Drogenabhängigen im Kanton Zug. Sie arbeitet in einem abstinenten Rahmen. Die GGZ und das Drogenforum sind die zwei Trägerschaften. Die Sennhütte feierte ihr 20 jähriges Jubiläum. Sie hat allen Grund zu feiern, geniesst sie doch in der ganzen Schweiz einen ausgezeichneten Ruf und hat viel mehr Anfragen als Therapieplätze.
  
Wussten Sie, dass die Lungenliga Zug grosse und kleine Patienten mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen betreut? – Die Lungenliga arbeitete 2005 engagiert an ihrer Neustrukturierung, um ihre Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Ich berichte gerne mehr unter dem Traktandum 7, «Ausblick».
  
Nun zu unserem grössten Werk: Die Klinik Adelheid, die Rehabilitations- und Nachbehandlungsklinik in Unterägeri, geniesst grosses Vertrauen bei den Zuweisern und bei der Bevölkerung in unserer Region. Sie hat trotz des umkämpften Rehamarktes. eine sehr gute Auslastung. sie liegt zur Zeit bei ca. 97%. Die Klinik verfolgt eine zukunftsweisende Strategie mit ihren zwei Kernkompetenzen, der muskuloskelettalen und der neurologischen Rehabilitation sowie dem Aufbau der Tagesrehabilitation.
  
Die GGZ Arbeitsprojekte, die heute aus dem Kanton Zug nicht mehr wegzudenken sind, sind Angebote für Stellenlose.
  
Es ist mir wichtig zu erwähnen, dass drei Bereiche zu den GGZ Arbeitsprojekten gehören:
    1. Die Fachstelle für Berufsintegration für Beratung, Abklärung und Coaching von
        Stellenlosen
    2. Die ZugerJob-Börse für die Arbeitsvermittlung
    3. und was sicher die meisten von Ihnen am besten kennen, die Arbeitsprojekte, wo
        Stellenlose arbeiten können und gefördert werden
  
z. B. der GGZ Recycling Service Baar, da sind wir heute zu Gast. Wenn Sie Lust haben, dürfen Sie sich anschliessend umschauen. Und der Apéro wurde von Projektteilnehmern für Sie mit Liebe zubereitet.
  
In Zug finden Sie den GGZ-Bauteil-Laden und den GGZ Büroservice und in Steinhausen das GGZ Serviceteam Steinhausen und auf dem Zugersee das Lagerschiff Yellow. Wussten Sie, dass im Winter auf der Yellow die Mittagsbeiz beheimatet ist? Dort bekommen auch ärmere Menschen ein warmes Mittagessen.
  
Und jetzt GGZ und Kultur: Wenn Sie das letzte Neujahrsblatt, das im November 2005 erschienen ist, noch nicht kennen, schauen sie doch bitte hinein. Es ist dem Thema Kind gewidmet. Sie können das Neujahrsblatt abonnieren oder einzeln kaufen.
  
Unser herzlicher Dank geht an Sie alle, an Sie liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ehrenamtlich Tätigen innerhalb der GGZ. Erwähnen und verdanken möchten wir auch die gute Zusammenarbeit mit den kantonalen und kommunalen Behörden und Ämtern. Ganz besonders möchten wir auch Ihnen liebe Mitglieder, Freunde und Gönner für Ihre finanzielle Unterstützung danken.
  
Das Zusammenwirken von Ihnen allen macht den Erfolg der GGZ aus.
  
Monika Gisler-Locher Präsidentin der GGZ
  
  Fotos von der 121. GV
  
  Protokoll der 121. GV (PDF)
  
  Plakate als Bildpräsentation (PDF, 2.3 MB)
  
  Plakate als Bildpräsentation (PPT, PowerPoint, 5.1 MB)

  
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