Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ)
  
Rückblick GGZ 2006

Sehr geehrte Mitglieder, Freundinnen und Freunde der GGZ
  
Das Jahr 2006 war für die GGZ ein erfreuliches Jahr, und gerne berichten wir darüber. Die Jahresrechnung 2006 finden Sie in einer neuen und sehr transparenten Darstellung. Diese Rechnung erfolgt in Übereinstimmung mit den Fachempfehlungen zur Rechnungslegung (Swiss GAAP FER 21) und vermittelt ein klares Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
  
Viele Zugerinnen und Zuger konnten von den Dienstleistungen und Angeboten der GGZ profitieren. In den 15 Institutionen waren Ende 2006 insgesamt 258 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, 185 allein in der Klinik Adelheid. Die Gesamtleitung dieser Werke liegt zu einem wesentlichen Teil bei ehrenamtlich Tätigen. Mehr als 50 Freiwillige setzen ihre vielseitige Berufserfahrung und ihr wertvolles Fachwissen unentgeltlich für die GGZ ein.
  
Ein besonders schönes Ereignis war der Besuch der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG). Seit fast 200 Jahren setzt sich die SGG für die geistige und materielle Volkswohlfahrt in der ganzen Schweiz ein. Die 175. Generalversammlung der SGG fand am 8. Juni 2006 unter der Leitung der Präsidentin, Dr. Judith Stamm, in Unterägeri statt. Die zahlreichen Gäste aus der ganzen Schweiz genossen anschliessend ein abwechslungsreiches und unterhaltendes Rahmenprogramm, das ihnen Naturschönheiten, Kultur und Landwirtschaft des Kantons Zug sowie die GGZ näher brachte. Von den vielen Höhepunkten können wir nur einige nennen: das Referat der Bundeskanzlerin, Annemarie Huber-Hotz, den Auftritt von Adelheid Page (gespielt von Judith Stadlin), den Apéro auf der Sonnenterrasse der Klinik Adelheid, die Besichtigung des Naturschutzprojektes Reussdamm sowie des Klosters Frauenthal und als gemütlichen Abschluss das Mittagessen auf dem Hotzenhof in Baar.
  
Am 22. Juni 2006 fand unsere Generalversammlung im Recycling Service Baar statt. Guido Speck trat nach 18-jährigem Engagement als Vorstandsmitglied zurück. Guido Specks Einsatz für die GGZ war grossartig. Er war juristischer Berater, versierter Finanzfachmann und ein äusserst verantwortungsbewusstes Vorstandsmitglied. Zudem gehörte er der Finanzkommission und der Betriebskommission Lungenliga an. Seine Aufgabe als Verwaltungsrat der Klinik Adelheid AG wird er noch weiterführen. Wir danken Guido Speck an dieser Stelle nochmals ganz herzlich. Als Nachfolger wurde Dr. Peter Stöckli aus Steinhausen, der bereits Mitglied der Finanzkommission und der Betriebskommission der GGZ Arbeitsprojekte ist, neu in den Vorstand der GGZ gewählt. Bruno Briner und Hansjürg Berner wurden als GGZ-Vorstandsmitglieder und Stephan Tobler als GGZ-Revisor mit Applaus in ihren Ämtern bestätigt.
  
Nur mit einer ausgezeichneten Kommunikation können wir die langfristige Existenz der GGZ sicherstellen. Deshalb ist uns die Betreuung unserer Gönner und Sponsoren ein grosses Anliegen. Wir suchen auch Wege, wie wir neue Gönner und Sponsoren finden können, die die GGZ unterstützen. Aus diesen Gründen haben wir 2006 eine Donatorenkommission gebildet, und Dr. Peter Stöckli hat die Führung dieser Gruppe übernommen.
  
Damit wir auch auf besonders heikle Situationen vorbereitet sind, hat die PR-Kommission der GGZ ein Krisenhandbuch geschaffen. Dieses beinhaltet vorbereitete Entschlüsse und Checklisten für organisatorische Vorkehrungen und die Kommunikation bei einem Krisenfall. Mit diesem Hilfsmittel würden wir in der Lage sein, auch schwierige Situationen strukturiert zu meistern und negative Auswirkungen auf die GGZ weitmöglichst zu verhindern.
  
Viel Positives prägte das Jahr 2006 in den Institutionen:
  
– Die GGZ Arbeitsprojekte haben mit ihren Arbeits-, Beratungsund Vermittlungsangeboten wieder vielen stellenlosen Menschen den Anschluss an den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht. Die GGZ Arbeitsprojekte waren voll ausgelastet und erhielten mit der Genehmigung des Sozialhilfegesetzes durch den Zuger Kantonsrat eine gesetzliche Grundlage.
  
– Die Klinik Adelheid AG erfreut sich als Rehabilitationsklinik nach wie vor grosser Beliebtheit und arbeitete 2006 wieder ausgezeichnet. Sie verzeichnete die beste Auslastung seit zehn Jahren. – Die Waldschule Horbach hat eine zukunftsweisende Strategie entwickelt, die der Vorstand der GGZ im Oktober 2006 einstimmig genehmigte.
  
– Die Freizeitanlage Loreto/Volkshochschule Zug hat für ihre hohe Arbeitsqualität das eduQua-Zertifikat erhalten. Als weiteres Highlight darf sicher die Eröffnung der Glas- und Schmuckwerkstatt bezeichnet werden.
  
– Die Sennhütte, Fachinstitution für Suchttherapie, entwickelte ein herausragendes Konzept für die Therapie von Menschen, die kokainabhängig waren und arbeitet sehr erfolgreich damit.
  
– Die GGZ Jugendprojekte boten in den Sommerferien wieder 750 Kindern ein grossartiges und vielfältiges Ferienpass-Programm.
  
– Die Lungenliga Zug engagierte sich 2006 weiter für die Verbesserung ihrer Professionalität und Wirtschaftlichkeit. Da das Einzugsgebiet der Lungenliga Zug zu klein ist, arbeitet sie mit der Lungenliga Luzern zusammen. Die GGZ ist überzeugt, dass die beiden Ligen baldmöglichst zusammengelegt werden sollten.
  
– Wenn Sie das Zuger Neujahrsblatt 2007 «Zug bei Nacht» noch nicht kennen, entdecken Sie es unbedingt!
  
Unser herzlicher Dank geht an all jene, die zu den schönen Resultaten der GGZ im Jahr 2006 beigetragen haben – an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und an die ehrenamtlich Tätigen innerhalb der GGZ. Erwähnen und verdanken möchten wir auch die gute Zusammenarbeit mit den kantonalen und kommunalen Behörden und Ämtern. Besonders möchten wir auch Ihnen, liebe Mitglieder, Freunde und Gönner für Ihre finanzielle Unterstützung ganz herzlich danken. Ihre Treue bedeutet für uns Anerkennung und Verpflichtung zugleich.
  
Monika Gisler-Locher
Präsidentin
(Aus dem Jahrebericht 2006)
  

  
  Bericht und Rechnung 2006 (PDF, 2.4 MB*)
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