Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ)
  
Rückblick GGZ 2007

Sehr geehrte Mitglieder, Freundinnen und Freunde der GGZ
  
Auch im Jahr 2007 erfüllte die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug ihren Auftrag ausgesprochen proaktiv. Sie stellte wieder ihr soziales Verantwortungsbewusstsein unter Beweis, aber auch ihren Unternehmergeist und ihre Flexibilität. Die GGZ ist und bleibt ein Verein für alle Zugerinnen und Zuger. Wir wollen möglichst breit in der Zuger Bevölkerung abgestützt sein. Und wir sind auf zahlreiche Gönnerinnen und Gönner angewiesen, die uns langfristig die Treue halten, sowie auf neue Gönnerinnen und Gönner, damit die Finanzierung unserer Werke auch in Zukunft gesichert bleibt.
  
Viele Zugerinnen und Zuger konnten von den Dienstleistungen und Angeboten der GGZ profitieren. In den 15 verschiedenen Institutionen waren Ende 2007 insgesamt 256 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, 189 allein in der Klinik Adelheid. Die Gesamtleitung dieser Werke liegt zu einem wesentlichen Teil bei ehrenamtlich Tätigen. Mehr als 50 Freiwillige setzen ihre vielseitige Berufserfahrung und ihr wertvolles Fachwissen unentgeltlich für die GGZ ein.
  
Die Geschichte der Lungenliga Zug ist ein Beispiel dafür, wie sich die GGZ Veränderungen anpasst: 1911 begann die GGZ den Kampf gegen die Tuberkulose mit der Gründung der Frauenliga. Seit 1998 heisst die Beratungsstelle für Betroffene von Atemwegs- und Lungenkrankheiten Lungenliga des Kantons Zug, berät in den Bereichen Asthma, Allergie und Rauchstopp und engagiert sich in der Prävention. In den letzten Jahren konnte die Lungenliga Zug aufgrund der Veränderungen im Gesundheitswesen, des steigenden Kostendrucks und des zu kleinen Einzugsgebietes nicht mehr kostendeckend arbeiten. So begann sie schon 2006 mit der Lungenliga Luzern zusammenzuarbeiten. Nach intensiven Verhandlungen von GGZ, Verein Lungenliga Luzern und Kanton Zug haben sich nun die beiden Lungenligen auf Ende 2007 zur Lungenliga Luzern-Zug zusammengeschlossen. Damit hat sich die GGZ von der Lungenliga getrennt. Durch diesen Zusammenschluss kann die Beratungsstelle in Zug weiterhin professionell und wirtschaftlich zum Wohle der Patienten arbeiten.
  
Am 20. Juni 2007 fand unsere Generalversammlung in der Klinik Adelheid statt. Pius Lütolf trat nach 20-jährigem Engagement als Vorstandsmitglied der GGZ zurück. Er übernahm verschiedene Mandate innerhalb der GGZ: für die Klinik Adelheid, für die Fachinstitution für Suchttherapie SENNHÜTTE und für die Waldschule Horbach. Vorbildlich war sein Einsatz während 15 Jahren für die Klinik Adelheid AG, seinem eigentlichen GGZ-Lebenswerk. Zuerst amtete er als Präsident der Betriebskommission und seit 1998 als Präsident des Verwaltungsrates der Klinik. Pius Lütolf hat es verstanden, das Adelheid zusammen mit einem starken Team so zu führen, dass sich aus einer klassischen Höhenklinik eine moderne Rehabilitationsklinik entwickeln konnte. Sie arbeitet nach neusten medizinischen und wirtschaftlichen Grundsätzen und geniesst weit über die Region hinaus einen sehr guten Ruf. Wir danken Pius Lütolf an dieser Stelle nochmals ganz herzlich. Als Nachfolger wurde Stefan Tobler, bisher Revisor der Klinik Adelheid AG, neu in den GGZ-Vorstand gewählt.
Andrea Erni, Ursula Issler und Corinna Müller wurden als GGZ-Vorstandsmitglieder sowie Monika Gisler-Locher als GGZ-Präsidentin in ihren Ämtern bestätigt.
  
Die GGZ-Mitarbeiter-Party vom 9. November 2007 im Lorzensaal Cham war ein ganz besonderer Höhepunkt. Über 10 Jahre sind vergangen, seit die GGZ das letzte Mal zu einem gemeinsamen Personalanlass zusammengekommen ist. Dieser Abend wurde zu einem fröhlichen, gemütlichen und kulinarischen Fest der Sinne mit viel Spass, Unterhaltung und Musik. Die GGZ wollte mit diesem Fest ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Freude bereiten und ihnen für ihren grossen Einsatz danken. Jede GGZ-Institution stellte sich auf der Bühne vor, und jede tat dies auf ihre persönliche Art und Weise. In einem spannenden und humorvollen Potpourri wechselten sich Vortrag, Interview, Film, Sketch, Theater, Musik und Tanz ab. Die Vielfalt der GGZ hätte nicht eindrücklicher dargestellt werden können! Nochmals vielen Dank an alle Mitwirkenden!
  
Am 4. Dezember 2007 folgte der ganze Regierungsrat der Einladung der GGZ zu einem Informations- und Gedankenaustausch in der Waldschule Horbach. Dieser Besuch bedeutet für die GGZ grosse Anerkennung.
  
Ein kurzer Blick auf das Jahr 2007 in den GGZ-Institutionen:
  
– Die Klinik Adelheid hatte wiederum eine ausgezeichnete Auslastung von durchschnittlich 94,4%. Der Erweiterungsbau zur Umsetzung der Strategie der Rehabilitationsklinik ist in vollem Gange.
  
– Auch die Sennhütte, Fachinstitution für Suchttherapie, verzeichnete eine konstant hohe Belegung und ist erfolgreich mit ihrer Kokain-Therapie.
  
– Die Waldschule Horbach arbeitete gezielt an einer Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Zug, da ab 2008 die Leistungen der IV wegfallen.
  
– Die Freizeitanlage Loreto / Volkshochschule Zug erweiterte ihre Öffnungszeiten, um neuen Bedürfnissen gerecht zu werden. – GGZ Jugendprojekte: 860 Kinder nahmen während der Sommerferien am Ferienpass teil und freuten sich über das vielfältige Freizeitangebot.
  
– Die GGZ Arbeitsprojekte haben mit ihrem Arbeits-, Beratungs- und Vermittlungsangebot wieder vielen stellenlosen Menschen den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht. Die ISO-Zertifizierung wurde für alle Projekte erneuert. Haben Sie den GGZ Bauteilladen, eines der GGZ Arbeitsprojekte, an seinem neuen Standort in der Chollermüli schon besucht?
  
– Das Zuger Neujahrsblatt 2008 zum Thema Zugerberg begeistert die Leserschaft.
  
Im Jahre 2009 wird die GGZ 125 Jahre alt. Die GGZ will das Jubiläum nutzen, um:
  
– den Bekanntheitsgrad und das Wissen um ihre Aktivitäten in der breiten Öffentlichkeit und namentlich in der jüngeren Generation zu steigern und um neue Mitglieder zu gewinnen,
  
– einen «Fonds 125» zu äufnen, der die Deckung der alljährlich entstehenden Betriebsdefizite sichern soll,
  
– den traditionellen, in den letzten Jahren jedoch etwas verloren gegangenen Verbund mit Wirtschaft und Opinion Leaders der Region wieder herzustellen.
  
Wir danken herzlich für die Unterstützung im Jahre 2007: allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allen ehrenamtlich Tätigen in der GGZ und den kantonalen und kommunalen Behörden. Besonders möchten wir auch Ihnen, liebe Mitglieder, Freunde und Gönner, für Ihre finanzielle Unterstützung vielmals danken.
  
Mit Ihnen allen wird die GGZ weiterwirken!
  
Monika Gisler Locher
Präsidentin
(Aus dem Jahrebericht 2007)
    

  
  Bericht und Rechnung 2007 (PDF, 8.4 MB)
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