Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ)
  
   Ansprache: Josef Ribary, Gemeindepräsident, Unterägeri
  
Sehr geehrte Frau Präsidentin
  
Sehr geehrte Damen und Herren von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft
  
Liebe Gäste
  
Ich heisse Sie im Ägerital herzlich willkommen und darf Ihnen die Grüsse der Bevölkerung von Unterägeri überbringen. Wir fühlen uns stolz und geehrt, dass Sie Ihre 175. Jahresversammlung in unserer Gemeinde durchführen.
  
Dass in unserem Land ein gewisses Mass an Wohlstand zum Standard wurde, dafür hat Ihre Gesellschaft entscheidend mitgearbeitet. In der Zeit des Schweizerischen Bundesstaates sowie im Vorfeld seiner Entwicklung war die Gemeinnützige Gesellschaft eine der wichtigsten Organisationen in unserem Lande.
  
So wurden in den 175 Jahren unzählige Projekte unterstützt und gefördert, auf die man stolz sein kann.
  
Aber auch heute fallen noch viel zu viele Menschen durch das soziale Netz. Darum braucht es in der heutigen Zeit weitere Mittel und Wege zur Förderung des gesellschaftlichen Ausgleichs und Rahmenbedingungen für Unterprivilegierte. So sind wir alle dankbar, dass es eine Gemeinnützige Gesellschaft gibt, die sich diesen Aufgaben annimmt.
  
Erlauben Sie mir kurz ein paar Angaben über unser Dorf zu machen.
  
Unterägeri liegt auf einer Höhe von 730m ü. Meer und hat 7'700 Einwohner. Mit 2'700 ha sind wir flächenmässig die viertgrösste Gemeinde des Kantons Zug. Seit 1798 sind wir eine selbständige, politische Gemeinde. Vorher war Unterägeri ein kleiner Weiler am unteren Ende des Sees und der Gemeinde Oberägeri unterstellt. Daher kommt auch der Name, Weiler – Wylen – Wylägeri – Unterägeri.
  
Unsere Gemeinde ist von einer grünen Hügelkette umgeben und eingebettet in ein schönes Tal mit einem sauberen See, das für Wanderer, Sportler, aber auch für Erholung Suchende viele Möglichkeiten bietet.
  
Dank der zentralen Lage unseres Dorfes, sind wir von überall her gut erreichbar. Davon profitieren nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Wirtschaft und der Tourismus.
  
Bis ins 19. Jahrhundert waren wir eine arme Bauerngemeinde am Rande der Voralpen. Ab 1830 kam dann ein rascher Wandel, dank der Wasserkraft vom Abfluss des Ägerisees und dem Unternehmergeist eines Unterägeri-Fabrikanten, wurde 1834 die erste Spinnerei gegründet, die auch die erste Fabrik im Kanton Zug war.
  
1946 folgte die zweite Fabrik. Diese Industrialisierung brachte uns Bevölkerungswachstum und einen gewissen Wohlstand.
  
Auch als Kurort war Unterägeri weit über die Landesgrenzen bekannt. Am 1. Mai 1881 wurde die erste Kinderkuranstalt am Ägerisee eröffnet. Dank des milden und sonnigen Klimas hatten wir zahlreiche Kinderheime und Sanatorien, die sich für Lungen-, Brust- und Herzerkrankungen spezialisiert hatten. Diese Einrichtungen bestehen heute noch zum Teil. Und die Krankheiten nehmen leider wieder zu.
  
Mit der heutigen Entwicklung will sich Unterägeri nicht nur ein, sondern verschiedene Standbeine für die Zukunft sichern. Unser Leitbild zeigt verschiedene Richtungen auf. Wir wollen einen intakten Lebensraum, wir setzen uns ein für eine gute Bildung, ein leistungsfähiges Gewerbe, gesundes Wachstum, schönes Wohnen mit guten Infrastrukturen und einem massvollen Tourismus.
  
Auch Freundlichkeit, Gastronomie, Erholung und Musisches sind für unser Dorf keine Schlagwörter. Mit über 60 kulturellen und sportlichen Vereinen, sind wir ein lebendiges Dorf, das die Gemeinschaft pflegt und so hoffen wir auch, dass wir in Zukunft ein aktives und attraktives Dorf bleiben.
  
Nun, das waren ein paar aktuelle Angaben von unserem Dorf. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit und wünsche allen noch einen schönen Abend und hoffe, dass Sie gute und bleibende Eindrücke vom Ägerital mit nach Hause nehmen, so dass wir Sie wieder einmal in Unterägeri begrüssen dürfen.
  
Danke.
  
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