Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ)
  
   Ansprache von Erwina Winiger Jutz, Kantonsratspräsidentin
  
Sehr geehrte Frau Präsidentin Dr. Judith Stamm
  
Geschätzte Mitglieder der Gemeinnützigen Gesellschaften
  
Werte Gäste
  
Herzlichen Dank für Ihre freundliche Einladung zu Ihrer 175. Gesellschaftsversammlung. Ich habe mich darüber gefreut, dass ich einige Worte als Zuger Kantonsratspräsidentin an Sie richten darf.

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Kontakt mit der Gemeinnützigen Gesellschaft, mit der GG Zug. Vor gut 15 Jahren arbeitete ich auf einem Treuhandbüro, wo der Chef sich aktiv in der GGZ beteiligte. Einerseits wunderte ich mich über sein Engagement. Ein Mann, der sich vorwiegend um monetäre Anliegen zu kümmern hatte. Doch andererseits bewunderte ich seinen uneigennützigen Einsatz zum Wohle vieler. Er stellte mir all die Zuger Projekte vor: die Klinik Adelheid als Rehabilitationsklinik, die Waldschule Horbach, die Volkshochschule Zug, bzw. die Freizeitanlage Loreto, das Zuger Neujahrsblatt, um nur einige zu nennen. Ich freute mich, dass es auch im Wirtschaftskanton Zug, eine Gesellschaft gibt, die sich freiwillig für das Gemeinwohl einsetzt. Gerade im Kanton Zug, wo die Wirtschaft floriert, die Bankenwelt regiert, erhält diese Arbeit eine noch grössere Bedeutung.
  
Ein Zusammenwirken von wirtschaftlichem, öffentlichem und sozialem Denken ist unumgänglich.
  
Sie konnten heute die Gelegenheit nutzen einen Teil der gemeinnützigen Arbeit des Kantons Zug zu besuchen.
   
Fast 30 Jahre nach der Gründung der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug übergab 1912 Adelheid Page, das von ihr erbaute und bezahlte betriebsfertige Sanatorium für Lungenkranke oberhalb von Unterägeri eben der GGZ zur Führung. Ohne das Engagement der reichen Gönnerin Page wäre die GGZ nicht so erfolgreich gewesen in der Bekämpfung der Tuberkulose – anno dazumal – der Volkskrankheit Nummer eins. Knapp 100 Jahre später ist die Tuberkulose zwar immer noch eine gefährliche Infektionskrankheit, aber in der Regel heilbar. Die Klinik Adelheid hier in Unterägeri gibt es immer noch, wie Sie heute gesehen haben. Es soll als Beispiel dienen, wie Wirtschaft und Gemeinnutzen zusammenarbeiten sollen und so Erfolg geniessen können.
  
Zurück zum Engagement von meinem ehemaligen Chef. Ich realisierte erst viel später, um nicht zu sagen, erst kürzlich, dass der Kanton Zug nicht einzigartig ist, mindestens nicht, was die Gemeinnützige Gesellschaft betrifft.
  
Es existiert in fast allen Kantonen und in vielen Bezirken und Regionen eine solche Gesellschaft. Dies ist eine Erkenntnis, die ich sehr gerne zu Kenntnis nahm. Auch, dass ich eigentlich von der Existenz der SGG wusste, es mir aber nicht bewusst war. Wer kennt nicht schon Pro Senectute, Pro Juventute, Pro Familia, Pro Mente Sana, die Berghilfe oder das Projekt Seitenwechsel? Alles Institutionen und Projekte, wo die SGG dahinter steckt.
  
Frau Dr. Judith Stamm schreibt auf der Homepage der SGG, dass die Gemeinnützigen Gesellschaften vermehrt untereinander kommunizieren und wenn nötig koordinieren sollen. Vielleicht müsste die Kommunikation noch weiter greifen, nach aussen treten, dass eine Verbindung zwischen der SGG und ihren grossen Würfen entsteht. Denn Ihre Gesellschaft steht richtiggehend wohltuend in der heutigen Landschaft. Eine Landschaft die heutzutage oft von Eigennutz und Profitdenken geprägt ist. Da ist die Gemeinnützigkeit neu gefordert. Die soziale Verantwortung beginnt bei jedem Einzelnen.
  
Ich bin Ihnen, auch im Namen des Kantons Zug, äusserst dankbar für Ihre Arbeit, ihr uneigennütziges Engagement, welches Sie an den Tag legen. Bald können Sie bzw. Ihre Gesellschaft einen grossen runden Geburtstag feiern. Dies ist ein Beweis dafür, dass ihr Tun geschätzt wird und Bestand hat. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Elan, Freude und Genugtuung bei Ihrer Tätigkeit, heute noch einen erfreulichen Abend unter Gleichgesinnten und morgen noch einen weiteren positiven Einblick in die Zuger Landschaft.
  
Es freut uns, Sie hier als Gäste zu haben und willkommen zu heissen.
  
Erwina Winiger, Kantonsratspräsidentin Zug
  

  
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