Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ)
  
Viele Strukturen neuen Bedürfnissen angepasst
  
Dank an Dr. Hansruedi Kühn
   
Ich schlug aus Sorge als Finanzchef dem neuen Präsidenten der Gemeinnützigen Gesellschaft, Dr. med. Hansruedi Kühn, bei seinem Amtsantritt vor, eine Finanz-Kommission zu gründen, um die Finanzfragen und -probleme ruhig und ausführlich erörtern zu können. Er überprüfte Vor- und Nachteile und entschied; die Finanz-Kommission wird eingeführt. So haben wir seither unseren Präsidenten immer wieder erlebt - logisch abwägend, dann entscheidend.
  
In den sechs Jahren, in denen er der GGZ vorstand, passte der Präsident viele Strukturen neuen Bedürfnissen an. Die einzelnen Werke wurden verselbständigt: wer einem Werk vorstand, hatte auch etwas zu sagen. Ihm als Präsidenten ermöglichte dies den distanzierten und dennoch engagierten Überblick, bewahrte ihn zudem davor, in Quisquilien zu verfallen. Einem Präsidenten, der normalerweise vollamtlich arbeitet, blieb so die reelle Chance, das Riesengebiet auch tatsächlich zu bewältigen. Innerhalb des GGZ-Vorstandes mobilisierte er so neue Einsatzbereitschaft. Das neue Organigramm der GGZ wurde Ausdruck dieser Veränderungen. Angesichts der gewaltig gestiegenen Finanzbelastung in der Höhenklinik Adelheid leitete er den Wechsel zu einer Aktiengesellschaft in die Wege. Er rief neue Werke ins Leben und versah sie mit dem nötigen Personal. Die Waldschule Horbach wurde endlich zu einem guten Werk und war nicht länger ein Sorgenkind der GGZ. All dies hat Hansruedi Kühn ehrenamtlich oder eben «gemeinnützig» getan. Als Präsident der Neujahrsblattkommission war er genauso erfolgreich, wie er sich um die Popp-Stiftung , aus der die Spitex entstand, kümmerte. Kühn war ein sehr guter Präsident und machte aus der GGZ eine schlagkräftige Gesellschaft. Ihren Vorstand führte er mit grosser Loyalität. Friedrich der Grosse hat einmal von seinen Generälen verlangt, sie müssten auch Fortune haben. Kühn war zwar kein friderizianischer General, aber Glück, das war ihm eigen. Trotz seines Abschieds wird er das Ressort Kunst am Bau der neuen Höhenklinik Adelheid betreuen und als Vertreter der GGZ in der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft mitwirken. Ihm gebührt nicht nur der Dank der Vorstandsmitglieder und des gesamten Kantons Zug, sondern auch, wie dies die NZZ angesichts besonderer Verdienste von um eidgenössische Belange sich verdient gemacht habenden Mitbürgern schreibt; der Dank des Vaterlandes. Mit einer Faksimile-Ausgabe aus dem Jahre 1932 der Diepold Schilling Chronik von 1513, einem Sonderbonus im Restaurant Sternen in Walchwil für kulinarische Belange und einem kulturellen Anlass im Kloster Muri am fünfundzwanzigsten Oktober dieses Jahres verabschiedeten wir unseren Präsidenten.
  
Dr. Heinz W. Fierz, in: Zuger Neujahrsblatt 1998, Seite 10
    
  
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